Tragischer Unfalltod beim Hilti-Loch

Vorarlberg / 20.12.2022 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
50 Mitglieder Vorarlberger der Wasserrettung beteiligten sich an dem Einsatz. öwr Vorarlberg
50 Mitglieder Vorarlberger der Wasserrettung beteiligten sich an dem Einsatz. öwr Vorarlberg

Vermutlich wegen Gesundheitsproblemen: Fischer (58) in Baggersee in Rankweil ertrunken.

Rankweil „Am Montagabend kurz nach 9.30 Uhr wurden wir zu einem der drei Baggerseen in Rankweil-Brederis alarmiert, um einen vermissten Fischer zu suchen. Er war von seinen Angehörigen als abgängig gemeldet worden, nachdem sie ihn zur angekündigten Heimkehrzeit nicht angetroffen hatten“, teilte Daniel Plaichner (34), Landesleiter der Vorarlberger Wasserrettung und beim Einsatz beim Baggerloch selbst dabei, am Dienstag mit.

Gegenstände aufgefunden

Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Fischer um einen 58-jährigen Vorarlberger aus dem Raum Feldkirch, der sich am Montag zum Angeln ans Hilti-Loch begeben hatte. Vor Ort, es war nahe der Zufahrt zur Firma Weite Holz, wurden am Ufer des Sees Gegenstände gefunden, die auf den letzten Aufenthaltsort des Fischers schließen ließen.

„Wir leiteten sofort eine Suchaktion mit Schnorcheltauchern und Gerätetauchern ein. Nach einer etwa eineinhalbstündigen Suche konnten wir den 58-Jährigen etwa zehn bis fünfzehn Meter vom Ufer entfernt in einer Tiefe von fünf Metern auffinden“, sagte Plaichner. Für den Fischer kam jede Hilfe zu spät. Bei den sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. „Das Wasser war kalt, wer darin untergeht, hat in solchen Fällen etwa drei Minuten eine Überlebenschance. Warum sich der Leichnam relativ weit vom Ufer befand, kann damit erklärt werden, dass es dort ein Gefälle von 45 Grad in die Tiefe aufweist“, erklärte der Landesleiter. Wie es zu dem Unglück kam, kann sich Plaichner am ehestens mit einem gesundheitlichen Problem des Mannes vorstellen: „Es wird gemutmaßt, dass der Mann deshalb plötzlich ins Wasser gestürzt ist.“

Leichenbeschau

Zur Bestimmung der genauen Todesursache wurde eine sanitätspolizeiliche Leichenbeschau angeordnet. Anzeichen auf Fremdverschulden konnten nicht festgestellt werden. Im Einsatz waren 50 Einsatzkräfte der Wasserrettung Vorarlberg mit acht Fahrzeugen, einem Hochwasser- und einem Schlauchboot sowie die Feuerwehr Gisingen, Rettung und Notarzt, die Polizei mit Drohne, die Hundestaffel der Bergrettung sowie ein Kriseninterventionsteam. VN-GS

„Es wird gemutmaßt, dass der Mann plötzlich ins Wasser gestürzt ist.“

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