Aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft

Vorarlberg / 21.12.2022 • 16:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Großes Interesse am Infoabend Landwirtschaft mit Klaus Küng und Thomas Guggenberger in Krumbach. me
Großes Interesse am Infoabend Landwirtschaft mit Klaus Küng und Thomas Guggenberger in Krumbach. me

Krumbach Die aktuelle Energiekrise und die Herausforderungen in der Landwirtschaft weckten beim Infoabend in Krumbach das Interesse von rund 100 Besuchern. Klaus Küng von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg zeigte in seinem Vortrag praktische Beispiele, um Energie am Hof einzusparen – von der Milchgewinnung bis zur Heutrocknung.

Landwirt als Energiewirt

Auf großes Interesse stießen seine Ausführungen zur eigenen Stromerzeugung auf den großen landwirtschaftlichen Dächern mittels Photovoltaik. Aufgrund der hohen Einspeisevergütungen und der hohen Kosten für Energie bietet sich eine vollflächige Belegung der Dachflächen an. Damit würde die Landwirtschaft zudem einen großen Beitrag für die Energiewende und die im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz verankerten PV-Ausbauziele leisten. Förderprogramme, die 2023 für die Landwirtschaft starten, unterstützen den Landwirt auch dabei Energiewirt zu sein.

Aktuelle Themen

Thomas Guggenberger von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ging in seinem Vortrag auf die aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft ein. Vor allem betonte er die Bedeutung, sich als Betrieb auch strategisch Ziele zu setzen. Dazu stellte er das von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein angebotene Betriebsmanagement Werkzeug FarmLife vor. FarmLife erlaubt nach einer Datenerfassung über eine Vegetationsperiode eine Standortbestimmung des Betriebs. Weitere Infos findet man unter www.farmlife.at.

Pilotprojekt FarmLife

Die Energieregion Vorderwald bietet zusammen mit dem Land Vorarlberg und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die Anwendung von FarmLife im Vegetationsjahr 2023 interessierten Landwirtinnen und Landwirten kostenlos an. Das Land Vorarlberg honoriert das Engagement der Teilnehmenden mit einer Aufwandsentschädigung. Das Projekt kommt zustande, wenn sich eine repräsentative Anzahl an Landwirten für den Vorderwald beteiligt. Das sind rund 30 teilnehmende Betriebe. Zusätzlich zu den einzelbetrieblichen Begleitungen charakterisiert eine Regionalauswertung durch die HBLFA Raumberg-Gumpenstein die landwirtschaftliche Produktion im Vorderwald. Raumberg-Gumpenstein hat schon mehrere Regionen in Österreich bei einer regionalen Einschätzung begleitet. Die Regionalauswertung erlaubt keine Rückschlüsse auf einzelne Betriebe. Die Anmeldung ist bis 31.12.2022 unter www.energieregion-vorderwald.at oder bei Energieregionskoordinatorin Monika Forster, E-Mail: monika.forster@energieinstitut.at, Tel. 0699 13120284 möglich. ME

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