Damülser Alpenstolz geht im Zeitplan in den Winter

Vorarlberg / 21.12.2022 • 16:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Weihnachtlich mit Lichterketten geschmückt präsentiert sich das Projekt Alpenstolz in Damüls. Links im Bild das Fuchsloch, das weiterhin als Ferienlager angeboten wird.
Weihnachtlich mit Lichterketten geschmückt präsentiert sich das Projekt Alpenstolz in Damüls. Links im Bild das Fuchsloch, das weiterhin als Ferienlager angeboten wird.

Großprojekt mit 38 Ferienwohnungen in vier Objekten im Zeitplan.

Damüls Außen sieht bereits alles ziemlich fertig aus, die Fassaden der vier Objekte sind geschindelt, an den Traufen und Giebeln hängen Lichterketten und zeigen an, dass sich das Großprojekt – eines der größten Einzelvorhaben in der Damülser Geschichte – nicht ganz in den Winterschlaf begeben hat, denn am Innenausbau wird weitergearbeitet.

Bauleiter Thomas Klocker ist entspannt, die Arbeiten liegen im (neuen) Zeitplan, und das ambitionierte Ziel, im kommenden Sommer die Fertigstellung feiern zu können, ist realistisch, nachdem Corona dazu geführt hat, diesen Termin von „Ende 2022“ um ein halbes Jahr auf „Mitte 2023“ zu verschieben. Ende 2020 erlangte der Baubescheid Rechtskraft, nach der Wintersaison 2020/21 wurde mit dem Bau begonnen.

Dem Gelände angepasst

Rund 10.000 m3 Erdreich und Fels mussten abgetragen werden, um die vier Gebäude gelände- und ortsbildschonend in den Hang einzupassen. Nach einer aufwendigen Baustellensicherung wurden die vier Gebäude im Halbkreis rund um das bestehende Gasthaus Glöckle angeordnet. Das Gasthaus bleibt vom Projekt Alpenstolz ebenso unangetastet wie das Haus Fuchsloch von Ivo Bertsch unterhalb der neuen Anlage. Es wird weiterhin als Ferienlager für Gruppen angeboten.

Für den Pächter des Gasthofs Glöckle bietet die neue Anlage mit 38 Appartements zur gewerblichen Vermietung auch die Chance für neue Gäste. Die 38 Appartements sind mit 45, 60, 70 oder 82 m2 unterschiedlich groß, in Wälder Bauqualität ausgeführt und bieten insgesamt rund 160 Betten.

Vorläufiger Abschluss

Mit dem Projekt Alpenstolz wird im kommenden Sommer die große Damülser Bettenoffensive vorläufig abgeschlossen. Wie berichtet, waren die hohen Investitionen in die Verbindung der Skigebiete von Mellau und Damüls seitens der Liftgesellschaften an die Bedingung geknüpft, dass in Damüls zur wirtschaftlich notwendigen Auslastung der Bahnen innerhalb von zehn Jahren 1000 zusätzliche Betten geschaffen werden sollen.

Zeitlich wurde die Vorgabe zwar um ein paar Jahre überzogen, dafür konnten auch deutlich mehr als die vorgegebenen Betten geschaffen werden – großteils durch Appartementanlagen. Bei diesen ist derzeit ein zeitlich begrenzter Baustopp verfügt worden. Lech hat die Diskussion zu dieser Problematik – Stichwort: „kalte Betten“ – angestoßen, mehrere Tourismuszentren – darunter auch Damüls – haben sich dem Lecher Beispiel angeschlossen. Für den Alpenstolz wurde dieser auf zwei Jahre festgelegte Baustopp nicht schlagend, da zum Zeitpunkt des Beschlusses bereits ein rechtskräftiger Baubeschluss vorlag.

Mit Abstand meiste Betten

Damüls baut seine Position als Gemeinde mit dem größten Bettenangebot in der Region damit weiter aus. Bereits mit Stichtag 31. Oktober (Ende der Sommersaison) standen in Damüls laut Statistik des Bregenzerwald Tourismus 2501 Betten zur Verfügung. Schoppernau mit rund 1700, Warth mit knapp 1600 sowie Au und Mellau mit jeweils rund 1500 Betten folgen im Ranking. Mit dem zum Saisonstart in Betrieb gegangenen Zubau zum Hotel Walisgaden 60 und den 160 Betten im Alpenstolz werden es im Sommer 2023 in Damüls mehr als 2700 Betten sein. STP

Das Glöckle wird durch vier Objekte des Alpenstolz-Projekts „eingefasst“. stp/2
Das Glöckle wird durch vier Objekte des Alpenstolz-Projekts „eingefasst“. stp/2

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