Zum Sechziger eine Haube

Vorarlberg / 21.12.2022 • 16:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Andrea, Heribert und Christoph Klauser – mit Freundin Magdalena – freuen sich über die Haube von Gault Millau für den Damülser Hof. stp
Andrea, Heribert und Christoph Klauser – mit Freundin Magdalena – freuen sich über die Haube von Gault Millau für den Damülser Hof. stp

Gute Noten von GaultMillau für Damülser Hof zum Jubiläum.

Damüls 2023 kann der Damülser Hof auf 60 Jahre Hoteltradition zurückblicken. Passend zu diesem Jubiläum haben die Tester von Gault Millau dem Traditionshaus in Oberdamüls in ihrer Ausgabe 2023 eine Haube zuerkannt. Belohnt wurden mit dieser Auszeichnung die Leistungen des Teams von Christoph Klauser. Der Juniorchef, in dritter Generation im Damülser Hof, hat sein Handwerk in der Bezauer Hotelfachschule gelernt und im Schwarzenberger Adler unter Engelbert Kaufmann weiterentwickelt. Seine nächste Station war das Restaurant Überfahr am Tegernsee, wo er unter dem Starkoch Christian Jürgens kochte. Jürgens wurde damals als Koch des Jahres im Diners-Club-Magazin und im Gault Millau ausgezeichnet. Bevor Klauser ins elterliche Hotel zurückkehrte, war er noch im Montafoner Hof tätig. Dass er dort das Gelernte perfekt umgesetzt hat, wurde ihm jetzt von den Testern von Gault Millau bestätigt. Der Damülser Hof ist nun ein Haubenlokal. Der Damülser Hof verdankt seine Existenz eigentlich einem Zufall, denn der aus Au stammende Hotelgründer Wilhelm Klauser, der in Lustenau ein Baugeschäft führte, war 1963 auf der Suche nach einem Bauplatz für ein Ferienhaus. Der damalige Damülser Bürgermeister Anton Rützler überredete ihn jedoch, auf den aufstrebenden Tourismus zu setzen und in sein Ferienhaus auch ein paar Gästezimmer einzuplanen. Nach eingehenden Gesprächen machte Klauser Nägel mit Köpfen, und aus dem ursprünglich geplanten Ferienhaus wurde ein Hotel mit 38 Betten. Und nicht nur das: Der Damülser Hof wurde das erste Hotel im Bregenzerwald, in dem alle Gästezimmer mit Bad, Dusche und WC ausgestattet waren. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Haus stetig ausgebaut, erweitert und auf dem aktuellen Stand gehalten.

Nach der jüngsten Baumaßnahme wurden 2019 umfassende Modernisierungen und Verbesserungen vorgenommen. Die Bettenkapazität wurde von knapp 100 auf 130 erhöht, das Haus erhielt eine doppelstöckige Tiefgarage mit 55 Stellplätzen und der Option, auf diese Tiefgarage in einem späteren Ausbauschritt einen weiteren Hoteltrakt aufsetzen zu können. Diese Möglichkeit ist aktuell nur theoretisch, aber die Statik und Infrastruktur sind so ausgelegt, dass diese Hotelerweiterung problemlos aufgesetzt werden könnte. stp

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