In der Schweiz mehr Aufgriffe von Afghanen aus Österreich

Vorarlberg / 23.12.2022 • 22:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Beinahe 19.000 irreguläre Migranten wurden im Vorjahr aufgegriffen. Symbol/EZV
Beinahe 19.000 irreguläre Migranten wurden im Vorjahr aufgegriffen. Symbol/EZV

Reger Migrantenbetrieb an der Vorarlberger Grenze zur Schweiz.

St. Gallen, Feldkirch Die Schweiz meldet eine steigende Zahl von Aufgriffen von Afghanen, die über Österreich ins Land kommen. Vor allem solche, die zunächst mit dem Nightjet der ÖBB nach Feldkirch gereist sind.

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit habe im vergangenen Jahr 18.859 Personen aufgegriffen, die sich rechtswidrig in der Schweiz aufgehalten haben, meldete die Schweizer Nachrichtenagentur sda. In den beiden Vorjahren waren es jeweils rund 13.000 bzw. 11.000 Personen.

Der starke Anstieg sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Zahl von afghanischen Migranten zugenommen habe, die von Österreich her irregulär in die Schweiz eingereist seien, hieß es in einer Mitteilung des Schweizer Bundesamtes. Die Statistik weist für den Dezember 2021 insgesamt 2617 Personen aus, die wegen rechtswidrigen Aufenthaltes aufgegriffen wurden. Bei 1044 von ihnen handelte es sich um Afghanen, die in die Ostschweiz reisten. Diese Entwicklung ist gemäß Mitteilung seit der ersten Juli-Hälfte zu beobachten. Diese Zunahme steht laut dem Schweizer Staatssekretariat für Migration in keinem direkten Zusammenhang mit der Machtübernahme der Taliban. Der Anstieg habe bereits mehrere Wochen davor eingesetzt. Die große Mehrheit der  Migranten habe sich bereits längere Zeit in Europa, allenfalls in der Türkei, aufgehalten.

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