Klaus Hämmerle

Kommentar

Klaus Hämmerle

Vom Glück zu helfen

Vorarlberg / 23.12.2022 • 17:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Was ist Glück? Ist es nur die Abwesenheit von Unglück? Gibt es diesbezüglich moralische Leitplanken, innert derer es sich verbietet, sich als unglücklich zu bezeichnen? Schwierig. Ein unglücklich verliebter, aber kerngesunder und beruflich erfolgreicher Zeitgenosse etwa tut sich wohl schwer, sich von seiner subjektiv empfundenen Schwermut zu lösen und seine Situation in ein Gesamtspektrum einzubetten. Frei nach Paul Watzlawik und seiner Anleitung zum Unglücklichsein entwirft dieser Zustand des Unbehagens sogar total banale Bilder.

Wie gut, dass es da ein Korrektiv wie „Ma hilft“ gibt. Es ermöglicht das Eintauchen in eine Welt, die vermeintlich dramatische Gemütszustände relativiert.

Menschen, die plötzlich schwer krank werden, die schreckliche Schicksalsschläge erleiden, die von heute auf morgen durch unverschuldete Umstände aus einem sicheren Leben geworfen werden. Solche Phänomene verbieten eine verniedlichende Interpretation von Unglück und Not.

Not zu lindern, ein furchtbares Schicksal nicht völlig ausufern zu lassen, einfach nur für andere da zu sein – das alles ist dennoch immer möglich.

Wir von „Ma hilft“ sind stolz darauf, auf Nöte reagieren zu können, Menschen in ausweglos scheinenden Situationen Mut zu geben und konkrete Hilfestellungen zu bieten. Noch nie zuvor verzeichnete „Ma hilft“ vor Weihnachten so viele Hilfsgesuche. Die beispiellose Teuerungswelle hat tiefe Furchen der Armut durchs Land gezogen.

Es ist ein großes Glück, dank dem großen Herz zahlreicher Vorarlberger, effektiv helfen zu können.  

Danke.

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