Aus vier werden 108 Elektrobusse in Vorarlberg

Vorarlberg / 28.12.2022 • 19:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Daniel Zadra feiert die Förderzusage. VN/Hartinger
Daniel Zadra feiert die Förderzusage. VN/Hartinger

Vorarlberg sahnt bei E-Mobilitätsförderung ab.

Bregenz, Wien Das Umweltministerium setzt Schritte zur Transformation des öffentlichen Verkehrs. Im Rahmen des Programms „Emissionsfreie Busse und Infrastruktur“ (EBIN) wurden Förderzusagen für 118 emissionsfreie Busse in sechs Bundesländern erteilt, wie das Ministerium am Mittwoch in einer Aussendung informierte. Nicht weniger als 48 davon will Vorarlberg anschaffen.

38 Millionen Euro

Die Fördersumme beläuft sich demnach auf insgesamt 38 Mill. Euro. Es handelt sich bereits um die zweite Ausschreibung im Rahmen von EBIN, 2023 soll eine weitere Runde folgen. Von den besagten 38 Mill. fließen 17,5 Mill. Euro nach Vorarlberg, wie der für den öffentlichen Verkehr verantwortliche Landesrat Daniel Zadra stolz verkündet. „Kein anderes Bundesland hat auch nur annähernd so ambitionierte Konzepte eingereicht wie Vorarlberg“, betont der grüne Landesrat.

Bereits in der ersten Ausschreibung im Rahmen von EBIN wurden Vorarlberg für den Ausbau der öffentlichen Elektromobilität Fördermittel in Höhe von 20 Mill. Euro zugeschlagen. Nach der positiven Förderzusage im Sommer für die Anschaffung von 56 E-Bussen wachse die bestehende Flotte von vier Fahrzeugen so nun um weitere 48 an. „Damit sind wir 2025 mit insgesamt 108 Elektrobussen das größte E-Bus-Bundesland Österreichs“, spricht Zadra von einem Weihnachtsgeschenk an die Fahrgäste. Derzeit sind vier E-Busse in Vorarlberg im Einsatz.

Erste Busse 2023

Die ersten 20 neuen E-Busse, die aufgrund der Förderzusage aus dem Sommer angeschafft wurden, sollen in Vorarlberg bereits Ende 2023 in Betrieb stehen. Ihr Einsatzraum wird nach der aktuellen Planung das Rheintal und der Bregenzerwald sein. Die nun zusätzlich geförderten 48 E-Busse der zweiten Förderstufe werden dementsprechend im Walgau, Montafon sowie als Stadtbus in Bludenz oder Ortsbus in Lech Verwendung finden.

In den ersten fünf Betriebsjahren werden die E-Busse 34,3 Mill. Kilometer zurücklegen und dabei rund 30.200 Tonnen Kohlendioxid einsparen, rechnet der Vorarlberger Verkehrsverbund vor. Dies entspräche der Leistungsfähigkeit von 2400 ausgewachsenen Buchen in der Bindung von Kohlendioxid.

109 Ladesäulen

Der Betrieb der E-Busse verlangt nach einer entsprechenden Infrastruktur. Demnach werden insgesamt 109 zusätzliche Ladesäulen errichtet, erklärt Verkehrsverbund-Geschäftsführer Christian Hillbrand. Diese werden voraussichtlich vor allem bei den Bus-Abstellplätzen und -garagen aufgestellt werden. Doch auch entlang den Strecken werden vereinzelte für eventuelle Zwischenladungen benötigt werden.

Ziel des EBIN-Programms sei es, den Anteil der emissionsfreien Busse in Österreich zu erhöhen. Personen, die auf den öffentlichen Verkehr umsteigen möchten, solle ein emissionsfreies Angebot zur Verfügung stehen. Bewertet werden die bei der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) eingereichten Projekte von einer unabhängigen Fachjury. Der dritte Call startet am 15. Februar 2023.

Im Februar 2020 wurden die ersten vier Elektrobusse in Dienst gestellt. Innerhalb von drei Jahren sollen es 108 werden. VN/Steurer
Im Februar 2020 wurden die ersten vier Elektrobusse in Dienst gestellt. Innerhalb von drei Jahren sollen es 108 werden. VN/Steurer

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.