Das würde ein Spitzenjahr!

Vorarlberg / 28.12.2022 • 10:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das würde ein Spitzenjahr!

Eigentlich sind wir gut davongekommen. Hätte nicht die Wirtschaft längst kollabieren müssen? Stattdessen suchen die Unternehmen händeringend Arbeitskräfte. Der Handel fand das Weihnachtsgeschäft sehr zufriedenstellend. 300 Euro haben Frau und Herr Österreicher im Durchschnitt ausgegeben. Die Gasspeicher sind voll, die Energienetze stabil. Also gemessen an den Prognosen … wäre nur ein Bruchteil davon eingetroffen, Du meine Güte! 2022 war besser als sein Ruf. Aber wissen wir das auch?

Eben noch quollen die Weihnachtsmärkte vor Menschen förmlich über. Jetzt müssen rasch die letzten Kekse weg, die übrig geblieben sind. Denn Weihnachten ist durch, die Uhr tickt! Das nächste Buffet wartet schon. Und so taumeln viele wie gewohnt mit ausgedehnten Mägen, in denen Käsefondues und Bratenfestspiele beträchtliche Verwüstungen angerichtet haben, ins nächste Jahr. Und wünschen sich … ja, was eigentlich?

Wenn wir uns für einmal unseres tatsächlichen Wohlstands bewusst würden, wenn wir uns vom täglichen Bombardement der Hiobsbotschaften nicht mürbe machen ließen, wie viel Potenzial würde dann frei! Das wäre doch ein Wunsch für 2023! Den Untergangspropheten eine gehörige Portion Hausverstand entgegenhalten und denen nach Kräften beistehen, die es aus eigener Kraft nicht mehr hinkriegen. Dann triumphierte die Solidarität über das Selbstmitleid, die Zuversicht über die Gelegenheitsdepression. Was könnte das für ein Jahr werden, dieses 2023! Allen Vorhersagen zum Trotz.

Thomas Matt

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