Der Jahresausklang wird regelrecht heiß

Vorarlberg / 30.12.2022 • 21:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Martha aus Feldkirch wähnt sich derzeit eher im Frühling oder Herbst als im Winter. VN/Steurer
Martha aus Feldkirch wähnt sich derzeit eher im Frühling oder Herbst als im Winter. VN/Steurer

In Vorarlberg sind für den heutigen 31. Dezember bis zu 17 Grad angesagt.

Schwarzach Mitte des Monats relativ kalt, Ende des Monats sehr mild: Unterm Strich ergibt das einen milden und größtenteils relativ trockenen Dezember. „Der Dezember 2022 lag im Tiefland Österreichs um 1,0 Grad über dem Mittel der Klimaperiode 1991 bis 2020, auf den Bergen um 1,2 Grad“, fasst Hans Ressl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) die vorläufige Monatsbilanz zusammen. „Das ergibt im Tiefland Österreichs Platz 41 in der Reihe der wärmsten Dezember der 256-jährigen Messgeschichte und auf den Bergen Platz 25 in der 172-jährigen Gebirgsmessreihe.“

Kaltes Lech

In Vorarlberg hat es laut ZAMG 30 Prozent weniger geregnet als in einem durchschnittlichen Dezember, die Sonne war um 37 Prozent weniger zu sehen, außerdem war es 0,7 Grad wärmer. Der Temperaturrekord für Dezember 2022 wurde am 24. Dezember am Rohrspitz bei 15,5 Grad gemessen. Der kälteste Ort über 1000 Meter war Lech, wo die Temperatur am 12. Dezember auf minus 19,1 Grad fiel. In Schoppernau, dem kältesten Ort unter 1000 Meter, hatte es ebenfalls am 12. Dezember minus 14,1 Grad. Das höchste Monatsmittel gab es in Bregenz mit 2,8 Grad (+0,7 Grad) und die höchste Sonnenscheindauer in Laterns mit 51 Stunden.

Warmer Silvester

Übrigens: Auf die extrem milden Weihnachtsfeiertage, folgt den Prognosen zufolge ein extrem milder Jahresausklang. Für den heutigen 31. Dezember sind in Vorarlberg tagsüber bis zu 17 Grad angesagt. Selbst in exponierten Lagen um 1000 Meter sollen zweistellige Plusgrade möglich sein. In der Nacht bleibt es vergleichsweise warm, die Temperaturen pendeln sich wohl irgendwo zwischen vier und acht Grad ein.

Verantwortlich für den rekordverdächtigen Silvester ist den Experten der Österreichischen Unwetterzentrale zufolge die ausgeprägte Warmfront des Atlantiktiefs Liddy. Kälter wird es somit erst wieder im neuen Jahr. Die nächste Kaltfront mit Schnee ab 1000 bis 1300 Meter kündigt sich am Dienstag an.

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