Verletzte und Heckenbrände zu Silvester

Vorarlberg / 01.01.2023 • 22:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Bludenz befürchtete man einen Dachstuhlbrand, tatsächlich brannten vor allem Hecken. Feuerwehr Bludenz
In Bludenz befürchtete man einen Dachstuhlbrand, tatsächlich brannten vor allem Hecken. Feuerwehr Bludenz

Silvester forderte in Vorarlberg sieben Verletzte, Feuerwehr rückte zu Dachstuhl- und Heckenbränden aus.

Bregenz Laut der Polizei war Silvester heuer „sehr ruhig“ und ohne besondere Vorkommnisse. In Vorarlberg ging der Jahreswechsel dennoch nicht ohne Zwischenfälle über die Bühne.

Sieben Verletzte

Die Landespolizeidirektion Vorarlberg führt den insgesamt relativ ruhigen Jahreswechsel vor allem darauf zurück, dass im Ländle im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine größeren öffentlichen Silvesterveranstaltungen abgehalten wurden und deshalb viele wohl zu Hause feierten. Indes wurden sieben Personen wegen unsachgemäßen Hantierens mit Feuerwerkskörpern verletzt.

Die schwerste Verletzung erlitt ein Mann in Fußach, bestätigt die Landespolizeidirektion einen Bericht des ORF Vorarlberg. Ihm musste ein Finger amputiert werden, da ein Knallkörper in seiner Hand explodiert war.

Ein achtjähriges Kind im Bezirk Dornbirn griff mit der Hand in brennende Sternspritzer und ein 16-jähriges Mädchen im Montafon verletzte sich durch eine Knallerbse, die neben ihrem Ohr explodierte.

Unterdessen sucht die Polizei nach einer unbekannten Person, die in Dornbirn eine Frau mit einem Feuerwerkskörper verletzt hat. Die 22-Jährige hielt sich wie zahlreiche andere Personen am Zanzenberg auf, um das Feuerwerk im Tal zu beobachten. Der oder die Unbekannte warf einen Knallkörper über die abschüssige Wiese und traf die junge Frau mit dem Sprengkörper. Sie wurde durch die Explosion verletzt und ihre Kleidung beschädigt. Die 22-Jährige musste im Krankenhaus behandelt werden, die Polizei Dornbirn bittet unter 059 133 8140 um Zeugenaussagen und Hinweise. „Insgesamt entsprach die Einsatzfrequenz einer normalen Silvesternacht“, erklärt die Landespolizeidirektion.

Feuerwehreinsätze

Das warme, trockene Wetter erhöhte die Gefahr von Hecken- und Wiesenbrände. Entsprechend häufig mussten die Florianijünger im ganzen Land zum Jahreswechsel ausrücken.

In Bludenz und Lauterach kam es – ausgelöst durch Feuerwerksartikel – zu Heckenbränden, in St. Gallenkirch gerieten etwa 50 Quadratmeter Wiese in Brand und in Bludenz wurde in einem Garten ein Baum entzündet. Ein als Dachstuhlbrand alarmierter Großeinsatz in Bludenz stellte sich jedoch beim Eintreffen der Einsatzkräfte glücklicherweise ebenfalls als Heckenbrand heraus.

In Götzis geriet aus bislang unbekannter Ursache ein Müllcontainer in Brand. Alle Brände konnten von den freiwilligen Feuerwehren rasch gelöscht werden.

Sachbeschädigungen

In mehreren weiteren Fällen wurden Mülleimer durch Feuerwerksartikel beschädigt. Beschädigt wurden auch ein Stromverteilerkasten in Fußach und ein Kaugummiautomat in Lauterach. VN-rau

Heckenbrände dominieren die Feuerwehrstatistik für die Silvesternacht in Vorarlberg, so wie hier in Lauterach. Feuerwehr Lauterach
Heckenbrände dominieren die Feuerwehrstatistik für die Silvesternacht in Vorarlberg, so wie hier in Lauterach. Feuerwehr Lauterach
Das trockene und warme Wetter begünstigte Flurbrände.
Das trockene und warme Wetter begünstigte Flurbrände.

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