Landesbibliothek vernetzt sich mit Österreich

Vorarlberg / 03.01.2023 • 17:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Landesbibliothek vernetzt sich mit Österreich
Direktorin Marion Kaufer verspricht sich einiges, auch für die Besucher. VN, Gaio

Neue digitale Möglichkeiten machen die Landesbibliothek für den Rest der Republik zugänglicher.

Bregenz Die Vorarlberger Landesbibliothek ist nun ein Teil des österreichischen Bibliothekenverbunds. Diese Teilnahme biete enorme Vorteile durch ein gemeinsames Bibliotheks- und Discovery-System. Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink sieht die Zukunftsfähigkeit der Landesbibliothek gesichert. Doch was bedeutet das?

Die neue Landesbibliothek öffnet sich auch digital. <span class="copyright">Vorarlberger Landesbibliothek/Willeit</span>
Die neue Landesbibliothek öffnet sich auch digital. Vorarlberger Landesbibliothek/Willeit

Die Vorarlberger Landesbibliothek nutzt künftig das Bibliotheksystem Alma und das Suchsystem Primo der Firma Ex Libris. Für die interessierten Besucher der Landesbibliothek bringt dies tatsächlich einige Erleichterungen, versichert Bibliotheksdirektorin Marion Kaufer. Schließlich gab es bislang zwei voneinander getrennte Discovery-Systeme, wie in der Fachsprache die Suchfunktionen für die Besucher genannt werden. Künftig kann jeder in einem einzelnen Konto nicht nur den eigenen Verleihstatus und Rückgabefristen abfragen, sondern auch die Verfügbarkeit von Medien nachschlagen, online verfügbare Datensätze von Texten bis Bildern bestaunen und Fernleiheanträge erstellen, nicht nur in Vorarlberg selbst.

Neu ist an der Landesbibliothek nicht nur die Außenfassade. <span class="copyright">VN</span>
Neu ist an der Landesbibliothek nicht nur die Außenfassade. VN

Landesarchiv wird sichtbarer und zugänglicher

“Der Vorteil für alle ist, dass unsere Bestände viel sichtbarer werden”, betont Kaufer. So kann künftig die Studentin in Wien ebenso leicht entdecken, was für ihn hilfreiches in Schloss Babenwohl aufliegt, wie auch Vorarlberger einfach die Bestände von Innsbruck bis Wien abfragen und ausleihen können.

Die Landesbibliothek vernetzt sich stärker mit dem Rest Österreichs. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Die Landesbibliothek vernetzt sich stärker mit dem Rest Österreichs. VN/Steurer

Dies war bislang nicht so einfach möglich, da das Vorgängersystem Aleph der Landesbibliothek und des Bibliothekenverbundes einander nicht verstanden, im wortwörtlichen Sinne. Vorarlberg führte dieses bereits 1998 als Vorreiter in Österreich ein. Die Metadaten wie Autor, Auflage und Verlag wurden hier im angloamerikanischen Datenformat gespeichert. “Diese Dateiformate muss man sich vorstellen wie die Karteikärtchen anno Schnee”, verdeutlicht Kaufer. Der Bibliothekenverband übernahm zwar Aleph, aber mit dem deutschen Datenformat. In Folge waren die Systeme nicht problemlos kompatibel. “Das muss man sich ein bisschen vorstellen wie Benzin und Diesel”, vergleicht die Direktorin.

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Mehr Online-Inhalte in Aussicht

Nun verwenden jedoch alle das cloudbasierte Alma nach dem angloamerikanischen Prinzip. Der Anpassungsaufwand sei nun deutlich geringer, damit die Katalogssysteme einander verstehen. Doch hier enden die Vorteile noch nicht: “Das integrierte Bibliotheksystem hat alle Komponenten gebündelt, die vom Ankauf über die Katalogisierung bis zum Verleih benötigt”, erklärt Bibliotheksdirektorin Marion Kaufer. Statt vieler getrennter Systeme gibt es nun ein großes verknüpftes System.

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Weniger Anpassungsaufwand und Vereinheitlichung sollen einen weiteren Vorteil mit sich bringen: Zeit. “Ich hoffe schon, dass wir durch die Synergien mehr Services zur Verfügung stellen können”, will Kaufer die nun freiwerdende Zeit auf die Aufbereitung von Inhalten nutzen. So dürften bald noch mehr alte, gemeinfreie Texte und Bilder aus den Archiven als digitale Inhalte im volare-System für die Vorarlberger zur Verfügung stehen.

Marion Kaufer erwartet sich einige Verbesserungen vom neuen System. <span class="copyright">Gaio</span>
Marion Kaufer erwartet sich einige Verbesserungen vom neuen System. Gaio

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