Das planen die ÖBB 2023 in Vorarlberg

Mobilität / 04.01.2023 • 11:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das planen die ÖBB 2023 in Vorarlberg
52 Millionen Euro fließen 2023 in das Vorarlberger Schienennetz der ÖBB. ÖBB, VN

Die ÖBB geben einen Ausblick auf ihre Planungen für 2023. Die Arlbergstrecke wird im Herbst für einen Monat gesperrt.

Bludenz, Wien In der Finanzierungsperiode von 2023 bis 2028 stehen der ÖBB laut Rahmenplan der Bundesregierung österreichweit rund 19 Milliarden Euro zur Verfügung. Allein 2023 werden in Vorarlberg davon 52 Millionen Euro investiert.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Sonstige angezeigt.

104 Kilometer Gleisanlagen mit 34 Bahnhöfen umfasst das Schienennetz der ÖBB in Vorarlberg. In diese “Eintrittstore zur umweltfreundlichen Mobilität” werde auch weiterhin fleißig investiert, betonen die Bundesbahnen, wie auch das “konstruktive und positive” Klima in der Zusammenarbeit mit dem Land Vorarlberg und den Gemeinden. “Moderne, sichere und kundenfreundliche Infrastruktur ist die Basis für eine erfolgreiche Bahn in Vorarlberg”, fasst Klimaschutzministerin Leonore Gewessler die Schwerpunkte für 2023 zusammen. “Investitionen in Bahnhöfe, einfache Fahrradmitnahme und der zielgerichtete Streckenausbau sind wichtige Faktoren, um noch mehr Menschen für die umweltfreundliche Bahn zu begeistern und eine zukunftsfähige Mobilität zu sichern.”

Fertigstellung Hypounterführung Bregenz

Die Umbauarbeiten am Bahnhof Bregenz im weitesten Sinne haben begonnen. <span class="copyright">ÖBB</span>
Die Umbauarbeiten am Bahnhof Bregenz im weitesten Sinne haben begonnen. ÖBB

Die Hypo-Unterführung ist ein erster Schritt zur Modernisierung und Erneuerung des Bahnhof Bregenz. Bis Ende des Jahres 2023 wird sie attraktiviert und barrierefrei umgestaltet. Unter anderem wird die bestehende Unterführung durch fünf Liftanlagen ergänzt. Auch in die Bahnsteige fließen Arbeit und Geld: Sie werden um rund 20 Meter in Richtung Lochau/Lindau verlängert.

Eisenbahnstrecke St.Margrethen – Lauterach

Der Bahnhof Lustenau als Verbindungsstück zwischen der Schweiz und Vorarlberg wird attraktiviert. <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Der Bahnhof Lustenau als Verbindungsstück zwischen der Schweiz und Vorarlberg wird attraktiviert. VN/Stiplovsek

Seit dem Herbst 2019 ist der nahverkehrsgerechte Ausbau zwischen Lustenau und Lauterach in der Endphase, um einen halbstündigen S-Bahn-Takt zwischen dem Vorarlberger und Schweizer Unterland zu ermöglichen. Das neue zweite Gleis zwischen Hard und Lauterach ging bereits mit Fahrplanwechsel 2021/22 in Betrieb. Auch die neue S-Bahn-Linie S5 startete ihren Betrieb mit einer direkten Verbindung zwischen Lustenau und Feldkirch am 12. Dezember 2021. Die modernisierte Haltestelle Hard-Fußach und die neu errichtete Haltestelle Lauterach Unterfeld gingen 2022 in Betrieb. Aktuell laufen die finalen Arbeiten, sodass eine Gesamtfertigstellung im Sommer 2023 möglich sein wird.

Haltestelle Klaus 

Vorarbeiten in Klaus sollen noch heuer beginnen.<span class="copyright"> VN/Steurer</span>
Vorarbeiten in Klaus sollen noch heuer beginnen. VN/Steurer

Im Herbst 2023 starten laut dem aktuellen Planungsstand nach Abschluss der Verhandlungen mit der Gemeinde die Baumaßnahmen zur Modernisierung und barrierefreien Ausgestaltung der Haltestelle Klaus. Geplant sind Lifte, Bahnsteigdächer, neue Bike+Ride-Anlagen, eine neue Personenunterführung sowie die Umgestaltung des Vorplatzes. Erste Vorarbeiten in Form des Hilfsbrückeneinbaus sind bereits im Mai 2023 vorgesehen. 

Bludenz-Klosterbogen 

Der Klosterbogen beim Kloster St. Peter in Bludenz. <span class="copyright">VN/Lerch</span>
Der Klosterbogen beim Kloster St. Peter in Bludenz. VN/Lerch

Der zweigleisige Ausbau des rund 1,4 Kilometer langen Abschnitts soll die Kreuzungssituation im Bereich Bludenz und somit die Pünktlichkeit der Fernverkehrszüge verbessern. Dazu gehören auch neue Lärmschutzwände und der Umbau der beiden Landesstraßen L190 und L197 im Kreuzungsbereich mit der Bahn. Diese sollen dabei auch fußgänger- und fahrradfreundlicher werden. Hier wurden erste Grenzfeststellungen abgeschlossen, 2023 werden die Planungen vertieft.

Energie und Sanierung

Die Arlbergstrecke ist ebenfalls auf der Agenda der Bundesbahnen. Während des Wartungsfensters vom 14. bis 19. April werden Gleis- und Weichenneulagen umgesetzt. Eine Totalsperre der Arlbergstrecke von 9. Oktober bis 6. November ist nötig, um 150 Einzelmaßnahmen umzusetzen. Der Fokus liegt hier auf den Bereich Löcherwald, inklusive Hangstabilisierung und Schutzbauten.

Die Arlbergstrecke muss im Herbst für einen Monat gesperrt werden. <span class="copyright">ÖBB</span>
Die Arlbergstrecke muss im Herbst für einen Monat gesperrt werden. ÖBB

Zahlreiche neue Photovoltaik-Anlagen sind beispielsweise in Langen am Arlberg und Wolfurt geplant. Bis 2030 wollen die ÖBB mit erneuerbaren Energieträgern eine Stromproduktion von jährlich zusätzlich 277 GWh aus eigenen Erzeugungsanlagen erreichen. 

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.