Die grüne Flur in Vorarlberg

Vorarlberg / 09.01.2023 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Landesräte Gantner, Tittler und Zadra sollen sich zur Zukunft des Bodenverbrauchs und der Landesgrünzone in Vorarlberg erklären. VN/Steurer
Die Landesräte Gantner, Tittler und Zadra sollen sich zur Zukunft des Bodenverbrauchs und der Landesgrünzone in Vorarlberg erklären. VN/Steurer

Grüne Anfrage an Landesräte zu Bodenverbrauch.

Bregenz Die Vorarlberger Grünen sorgen sich um die Grünflächen in Vorarlberg und fordern von der Landesregierung Aufklärung zur Zukunft der Landesgrünzone. Die Statistik ist dramatisch, rechnen die beiden grünen Landtagsabgeordneten Christine Bösch-Vetter und Bernie Weber vor: Durchschnittlich wurden 2021 in Vorarlberg täglich 8000 Quadratmeter bebaut, dies entspreche in etwa einem Fußballfeld. „Wenn wir so weitermachen, verlieren wir in zehn Jahren eine Bodenfläche, die der gesamten landwirtschaftlichen Ackerfläche Vorarlbergs entspricht“, betonen sie in ihren Anfragen an die Landesräte Christian Gantner, Marco Tittler (beide ÖVP) und Daniel Zadra (Grüne). Österreichweit seien es täglich zehn Hektar, die für Gebäudebauten, Verkehrsflächen und Betriebsgebäude beansprucht werden. Die beiden Grünen befürchten negative Auswirkungen auf den Klimaschutz, den Grundwasserspiegel, Hochwasserschutz und die Landwirtschaft in Vorarlberg.

Hinzu kommt das Urteil des Verfassungsgerichtshofs im September, dass eine Sonderwidmung in Ludesch nicht mit dem Zweck der Landesgrünzone vereinbar ist. Von den 3100 Sonderwidmungen in Vorarlberg liegen etwa 380 innerhalb der Landesgrünzone, von der Bushaltestelle bis zum Betriebsstandort. Welche Konsequenzen das Land Vorarlberg aus diesem Urteil zieht, ist nun ebenso eine Frage an die drei Landesräte wie auch Themen Digitalisierung und wie viele Vorarlberger Gemeinden bislang die an sich vorgeschriebenen räumlichen Entwicklungspläne vorgelegt haben.

Die Absicht der beiden Landtagsabgeordneten ist es, den Bodenverbrauch in Vorarlberg zu hinterfragen. „Sowohl im Arbeitsprogramm der Vorarlberger Landesregierung als auch mit dem Urteil des Verfassungsgerichtshofs sind die Weichen für den Bodenschutz gestellt: Jetzt heißt es: Tempo in der Umsetzung, um die Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel zu sichern“, betonen sie.

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