Ein Staatsakt für das neue alte Gebäude des Parlamentarismus

Vorarlberg / 12.01.2023 • 19:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bundespräsident Alexander Van der Bellen (r.) und Amtsvorgänger Heinz Fischer (l.) erwiesen dem Parlament die Ehre. APA
Bundespräsident Alexander Van der Bellen (r.) und Amtsvorgänger Heinz Fischer (l.) erwiesen dem Parlament die Ehre. APA

Wien Mit einem Staatsakt hat das Parlament wieder den Betrieb im Haus am Ring aufgenommen. Bei einer Veranstaltung im historischen Sitzungssaal war beinahe das gesamte offizielle Österreich erschienen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen erwies dem Parlament ebenso die Ehre wie die Bundesregierung. Das Parlament war während der vergangenen fünf Jahre umfassend saniert worden.

“Lassen wir uns leiten von der Würde dieses Hauses”, bat Hausherr Wolfgang Sobotka (ÖVP) zu Beginn seiner Festrede. Das Parlament gebe der Demokratie, die sich ihren Platz in der Geschichte erkämpft habe und alternativlos sei, Heimat und Identität: “Es ist das Herz der Demokratie.”

Wolfgang Schäuble, Alterspräsident des Deutschen Bundestages, meinte, die vielleicht gefährlichste Krise in einer Zeit multipler Krisen sei jene der rechtsstaatlichen Demokratie selbst. Die Bürger entzögen ihren politischen Vertretern ihr Vertrauen, stimmten für populistische Vereinfacher oder wendeten sich ganz ab: “Das rührt am Kern unserer Demokratie.” Er sprach auch gegen automatische Negativ-Zuschreibungen an und nahm dabei indirekt Partei für konservative Positionen etwa in Sachen schriftliches Gendern.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (r.) begrüßte Wolfgang Schäuble (l.), als Festredner.APA
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (r.) begrüßte Wolfgang Schäuble (l.), als Festredner.APA
Der historische Sitzungssaal des Parlaments in neuem Glanz. APA
Der historische Sitzungssaal des Parlaments in neuem Glanz. APA

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