WHO ändert Isolationsempfehlungen

Vorarlberg / 13.01.2023 • 21:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit Symptomen soll man sich zehn Tage absondern.

genf, Berlin Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Richtlinien für Coronainfizierte angepasst. Neu empfiehlt sie, dass Betroffene sich für zehn Tage isolieren, wenn sie Symptome haben, und für fünf Tage, wenn sie keine haben. Vorher hatte die WHO Infizierten mit Symptomen 13 Tage Isolierung empfohlen, und denjenigen, die keine Anzeichen der Krankheit hatten, zehn Tage. Außerdem rät sie nun auch zu Antigen-Schnelltests, um zu sehen, ob die Infektion vorüber ist, damit die Isolation möglicherweise verkürzt werden kann. Die WHO stützt ihre Empfehlungen auf zwölf Studien mit fast 3000 Teilnehmern.

Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, hält indes das Tragen von Masken in der derzeitigen Phase der Corona-Pandemie nicht mehr für so effektiv wie früher. „Die Maske wird so effizient nicht mehr sein“, sagte Drosten im Podcast „Coronavirus Update“. Da die Masken nur noch bei wenigen Anlässen getragen werden, spielen sie bei der Kontrolle der Gesamtübertragung des Coronavirus kaum noch eine Rolle. Der Grund, weshalb es derzeit eine relative Ruhe in der Coronalage gebe, ist laut Drosten die große Bevölkerungsimmunität. „Die trägt am meisten bei zur Eindämmung.“ Trotz dieser Einschätzung sprach sich der Virologe nicht dafür aus, nun auch die Maskenpflicht in Zügen aufzuheben. Zum Schutz der sogenannten vulnerablen Gruppen sei dies weiter sinnvoll.

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