Chinesen zahlen Mondpreise für Coronamittel

Vorarlberg / 16.01.2023 • 18:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fast 3000 Euro für zwei Packungen Paxlovid bezahlt.

Peking In China wird das Covid-Medikament Paxlovid von Pfizer wegen steigender Infektionszahlen und einer erhöhten Nachfrage zunehmend zu exorbitanten Preisen auf dem Graumarkt angeboten. Medien- und Erfahrungsberichten zufolge gibt es Schwierigkeiten, Paxlovid über offizielle Kanäle zu erhalten. Zahlreiche Menschen versuchen deshalb, das Mittel auf dem Schwarzmarkt zu erwerben. Ein Einwohner der südchinesischen Provinz Hainan sagte gegenüber Reuters, dass er 20.000 Yuan (2755 Euro) für zwei Packungen für seine Eltern bezahlt habe. „Wenn Ihre Familienmitglieder in Not sind, werden Sie es für billig halten, denn alles ist besser, als jetzt ins Krankenhaus zu gehen“, sagte er.

Paxlovid ist eines der wenigen ausländischen Coronamedikamente, die in China zugelassen sind. Bis Ende März wird es noch von der staatlichen Versicherung übernommen, so dass Patienten theoretisch nur 198 Yuan (rund 27 Euro) zahlen müssen. Alternativ kann Paxlovid für 2170 Yuan und mehr mit Rezept über Online-Plattformen gekauft werden. Nach Angaben von Pfizer-Chef Albert Bourla arbeitet der US-Pharmakonzern mit den chinesischen Behörden zusammen, um eine angemessene Versorgung in China sicherzustellen. Das auf Gesundheitsdaten spezialisierte Unternehmen Airfinity ging im Dezember davon aus, dass China in den nächsten fünf Monaten 49 Millionen Behandlungseinheiten Paxlovid benötigen wird. 

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