Die Politik als Kulturschock

Vorarlberg / 16.01.2023 • 21:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sabine Scheffknecht wird künftig Neos-Klubobfrau sein.
Sabine Scheffknecht wird künftig Neos-Klubobfrau sein.

Neos-Chefin Scheffknecht blickt auf knapp zehn Jahre zurück.

schwarzach Am 22. März 2014 ist Sabine Scheffknecht Landessprecherin der Neos Vorarlberg geworden. „Uns war damals wichtig, Bürokratie abzubauen und auf die Bildung zu schauen, was wir auch angegangen sind“, erklärte Scheffknecht Montagabend bei Vorarlberg LIVE. Rückblickend betrachtet war es für sie spannend, eine Organisation zu übernehmen, die im Wachstum ist. Damals hatten die Neos „nur drei bis vier Handvoll Menschen im Land, heute engagieren sich Hunderte.“ Sie sei stolz, dass dies gelungen ist. Im Gespräch mit Moderator Marc Springer gab sie zu, dass für sie die Politik ein Kulturschock war. „Ich war von der Gegenwehr überrascht“, erinnerte sie sich. Auch an die langsamen Mühlen, die in der Politik mahlen, wollte sie sich nicht gewöhnen. „Wir stehen auch dafür, Geschwindigkeit einzufordern und über die Legislaturperiode hinaus zu blicken“, so Scheffknecht. Gut fand sie, dass Neos-Ideen, wie beispielsweise die Grunderwerbsteuer, die junge Menschen künftig nicht mehr zahlen sollen, von anderen Parteien aufgegriffen werden.

Ein Thema, das ihrer Meinung nach angegangen werden muss, ist die Kinderbetreuung. „Da es an Kinderbetreuungs fehlt, fehlen gut ausgebildete Frauen am Arbeitsmarkt“, sprach die Zweifach-Mama den Arbeitsfachkräftemangel an.

Am 4. Februar wird Sabine Scheffknecht bei der Mitgliederversammlung der Vorarlberger Neos ihren Parteivorsitz abgeben. EU-Mandatarin Claudia Gamon könnte auf die Unternehmerin an der Spitze der Neos folgen. „Wir wählen das Landesteam neu und es wird eine gute Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern geben.“ Ziel nach der nächsten Landtagswahl sei eine Regierungsbeteiligung.

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