Nach Lawinenunglück in Lech: Derzeit heikle Situation in höheren Lagen

Vorarlberg / 16.01.2023 • 22:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Skitourengeher auf dem Weg zur Juppenspitze. Am Sonntag wurden hier mehrere Wintersportler von einer Lawine mitgerissen. Symbol/vn
Skitourengeher auf dem Weg zur Juppenspitze. Am Sonntag wurden hier mehrere Wintersportler von einer Lawine mitgerissen. Symbol/vn

In Lech von einem Schneebrett erfasste Skitourengeher wieder aus dem Spital entlassen.

Lech Am Sonntag wurde eine zehnköpfige Skigruppe mit Skiführer im freien Gelände nahe der Juppenspitze von einer Schneebrettlawine erfasst und mitgerissen (die VN berichteten). Dabei wurden drei Skifahrer verletzt, zwei davon schwer.

Laut Susi Moll von der Polizeiinspektion Lech stammen die Teilnehmer der Tour aus Österreich, Deutschland und Holland. Zwei der Tourengeher erlitten schwere Verletzungen an den Beinen, wurden mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Weiteres Schneebrett ausgelöst

Brisantes Detail am Rande: Als sich zwei Alpinpolizisten und ein Lawinenexperte zum Zweck der Aufnahme des Sachverhaltes vor Ort begaben, löste der Experte exakt an derselben Stelle des Lawinenabgangs ein weiteres Schneebrett aus. Es wurde dabei glücklicherweise niemand verletzt.

Derzeit herrscht laut Moll eine heikle Lawinensituation in höheren Lagen, besonders Touren im freien Skiraum sind nicht zu empfehlen. „Grund dafür sind die aktuellen Windverhältnisse und die Triebschneeansammlungen“, erklärt die Polizeibeamtin. VN-GS

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