Befürworter der Gemeinsamen Schule formieren sich

Vorarlberg / 18.01.2023 • 21:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Schon im Nationalrat hielt Harald Walser mit seiner Position zur Gemeinsamen Schule nicht hinterm Berg.APA
Schon im Nationalrat hielt Harald Walser mit seiner Position zur Gemeinsamen Schule nicht hinterm Berg.APA

Viele wünschen sich eine Neuauflage der Diskussion. „Pro Gymnasium“ hält nichts davon.

SCHWARZACH, WIEN Auf vn.at-Anfrage zur aktuellen Position in Sachen „Gemeinsame Schule“ gab es vom Bildungsministerium am Mittwoch keine Antwort. Dessen ungeachtet wird die Diskussion in Vorarlberg rege weitergeführt. Der überwiegende Tenor: Das Projekt darf nicht sterben. „Es ist überfällig und dringend notwendig, dass wieder diskutiert wird“, meint etwa der ehemalige grüne Bildungssprecher im Nationalrat, Harald Walser (69). Er fordert Landeshauptmann Markus Wallner auf, für die Gemeinsame Schule Stellung zu beziehen.

„Schluss mit dem Wettbewerb“

Sekundiert wird Walser von der grünen Bildungssprecherin im Vorarlberger Landtag, Eva Hammerer (47). „Gerade jetzt, in den Wochen vor der Zeugnisverteilung zeigt sich, wie absurd die frühe Trennung der Schüler ist. Diese Situation ist für alle Beteiligten unzumutbar. Machen wir Schluss mit diesem Wettbewerb auf Kosten unserer Kinder und der Lehrenden“, so Hammerer.

Zum Thema zu Wort gemeldet hat sich auch die SPÖ. „Wir haben dazu eine klare Meinung. Der Weg aus dieser für Lehrpersonen und Schüler nervenaufreibenden Bildungsmisere kann nur mit der Etablierung de Gemeinsamen Schule der Zehn bis 14-Jährigen gelingen“, bezieht Manuela Auer Position.

Position zum Thema bezieht auch die Initiative Pro Gymnasium „Der laut Bürgermeister Kurt Fischer geforderte erneute Denkprozess zur Gemeinsamen Schule ist nicht notwendig, da im Jahr 2017 im Schulorganisationsprozess klar geregelt ist, wie man eine Modellregion wird“, hält der Direktor des BG Bludenz, Landessprecher von Pro Gymnasium Vorarlberg, fest. Die Vorarlberger Bildungsdirektion stehe einem solchen Antrag sicherlich positiv gegenüber und werde die Durchführung einer Modellregion nach ihren Möglichkeiten unterstützen, meint Fenkart weiter. VN-HK

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