Jana Haas: Zuerst sah sie die Toten, dann die Engel

Vorarlberg / 18.01.2023 • 13:40 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Die Natur ist eine große Kraftquelle für Jana Haas. <span class="copyright">Jana Haas</span>
Die Natur ist eine große Kraftquelle für Jana Haas. Jana Haas

Schon als Kind spürte Jana Haas, dass sie anders ist. Die geistige Welt war für sie immer genauso real wie die irdische. Am 30. Jänner hält sie einen Vortrag in Vorarlberg.

Hard Jana Haas (43) wurde 1979 in Kasachstan geboren. Im Kindesalter wäre sie beinahe ertrunken. Das sechsjährige Mädchen, das nicht schwimmen konnte, spielte am Ufer eines Sees mit Nachbarskindern Ball. Als es den Ball im Wasser fing, verlor es die Bodenhaftung und ging unter.

“Ich sah meine Seele außerhalb von mir”

„Plötzlich machte es einen Ruck. Ich sah meine Seele außerhalb von mir. Mir war unglaublich wohl. Ich sah einen Lichtstrahl und bewegte mich auf ihn zu. Je näher ich dem Licht kam, umso wohler fühlte ich mich. Doch dann gab mir eine Lichtgestalt zu verstehen, dass ich stehenbleiben müsse. Da wusste ich: Meine Zeit ist noch nicht gekommen. Trotzdem wollte ich weiter zum Licht schwimmen, zur puren Liebe. Aber der Engel gebot mir erneut Einhalt. Ich sah Bilder über meine Zukunft. Jetzt war mir klar: Ich muss zurück, weil mein Leben noch Sinn macht. Ich folgte dem inneren Ruf und kroch mit letzter Kraft ans Ufer.“

Jana bei der Einschulung. Das Foto entstand kurz nach dem Nahtoderlebnis.
Jana bei der Einschulung. Das Foto entstand kurz nach dem Nahtoderlebnis.

Dieses Nahtoderlebnis vermittelte Jana eine tiefe Gewissheit. „Gott ist Liebe. Ich bin nie verloren, nicht einmal im Tod. Ich bin im göttlichen Licht und mir kann nichts geschehen.“ Dieses Urvertrauen lotste sie durch ihre schwierige Kindheit. „In den ersten 20 Jahren meines Lebens fühlte ich mich wie in einem Horrorfilm.“ Das lag daran, dass Jana Tote sah. „Ihre Seelen sind lebendig. Jede Seele ist unsterblich.“ In der Schule konnte sie sich nicht konzentrieren, „weil vor der Tafel Verstorbene vorbeigingen und mich anstarrten“. Auch in der Nacht belästigten und ängstigten sie die Toten. „Ich schlief dann nur noch bei Licht. Das schützte mich vor ihnen.“ Heute hat Jana keine Angst mehr vor den Verstorbenen. Denn inzwischen weiß sie: „Erdnahe Seelen suchen nach Orientierung und Hilfe. Ich war Licht für sie. Sie dachten, ich als Hellsichtige könne ihnen helfen, weil für mich die geistige Welt genauso real ist wie die irdische.“

Jana hält sich gerne in der Natur auf.
Jana hält sich gerne in der Natur auf.

Als Kind überforderten sie ihre übersinnlichen Fähigkeiten oft. „Dann flüchtete ich in die Arme meiner geliebten Urgroßmutter. Sie war tiefgläubig und hatte Verständnis für meine Gaben.“ Mit fortschreitender seelisch-geistiger Entwicklung wurden diese immer ausgereifter. „Ich konnte nun auch höhere lichtvolle Wesen wahrnehmen wie etwa Engel. Sie sind die Boten Gottes und Schwingungen der Liebe. Ich kann mit ihnen kommunizieren. Engel sprechen durch ihre Gesten und Farben. Ich verstehe ihre Sprache.“

Jana (links) mit ihrer geliebten Urgroßmutter Paulina und ihrem jüngeren Bruder Sergei.
Jana (links) mit ihrer geliebten Urgroßmutter Paulina und ihrem jüngeren Bruder Sergei.

Jana war Anfang 20, als sie zum Engelmedium wurde. Damals arbeitete die gelernte Immobilienkauffrau, die als 13-Jährige mit ihrer Familie nach Deutschland ausgewandert war, als Sprechstundenhilfe bei einem Heilpraktiker am Bodensee. „Ich konnte ihm auf den Kopf zusagen, woran seine Patienten leiden und wie man sie therapieren kann. Die Informationen bekam ich von den Schutzengeln der Patienten.“

Mit 26 wurde Jana Mutter. Tochter Alina ist heute 17 Jahre alt.
Mit 26 wurde Jana Mutter. Tochter Alina ist heute 17 Jahre alt.

Zu dieser Zeit merkte sie auch erstmals, “dass ich mit meinen Händen heilen kann. Meine hochschwangere Tante litt an Senkungsbeschwerden. Ich legte meine Hände auf ihren Bauch. Licht strömte aus ihnen. Ich sah eine weiße Blüte in ihrem Unterbauch, ein Symbol des Gedeihens. Als ich ihr ein zweites Mal über den Bauch strich, sah ich die Blüte in rotes Licht getaucht, ein Zeichen für Lebendigkeit. Ich hatte ein gutes Gefühl. Einige Tage später sagte die Frauenärztin zu meiner Tante, dass ein Wunder geschehen sei und alles in Ordnung sei.“ Ab da wusste Jana: „Ich kann Gutes tun und bei Krankheiten und Krisen helfen.“

Jana stimmt sich auf die geistige Welt ein.
Jana stimmt sich auf die geistige Welt ein.

Sie beschloss, nur noch als Heilerin bzw. als Engelmedium (als Beraterin in Form von Engelgesprächen) zu arbeiten. Auf Anregung eines Kollegen hielt sie dann ihren ersten Vortrag über Engel, zu dem weit über 200 Menschen kamen. „Ab da war ich über Wochen und Monate ausgebucht.“ Um der Nachfrage gerecht zu werden und möglichst vielen Menschen helfen zu können, konzentrierte sie sich auf Gruppenarbeit. Später schrieb sie auch Bücher, „damit die Menschen meine Heilübungen zuhause selbst machen können“.

Engelbotschafterin Jana Haas hält am Montag, 30. Jänner, auf Einladung der Buchhandlung Klartext im Pfarrzentrum in Höchst (ab 18.30 Uhr) einen Vortrag. Anmeldungen und Karten unter Tel. 0664/1537925 oder unter klartext@utanet.at

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