Der Nahversorger: Einer für alles

Vorarlberg / 19.01.2023 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Nahversorger: Einer für alles
“Ikoufa, guat leba, gnüssa im Dorf” ist das Motto von Klaus Kramers Dorfladen in Doren, den er vor fünf Jahren eröffnete.VN/Hummer

Verein Dorfleben präsentiert Programm für das neue Jahr.

DOREN Am 3. Februar feiert Klaus Kramer sein fünfjähriges Jubiläum als Nahversorger in Doren. Nach dem Neuaufbau des Dorfladens entschloss er sich, diesen zu übernehmen. Heute kann er auf einen erfolgreichen Werdegang zurückblicken. „Das erste Jahr war reine Aufbauarbeit. Mittlerweile konnten wir uns etablieren und werden in der Region gut wahrgenommen.“

Ein ausschlaggebender Punkt, der den Dorfladen so beliebt macht, ist, dass Kramer für seine Kunden auch „sozialer Nahversorger“ ist und damit einen sozialen Treffpunkt schafft. Die Leute, die bei ihm einkaufen, kennen sich und so trifft man sich bei ihm auch mal auf ein nettes Wort. „Im Dorfladen kaufen die Menschen weniger anonym ein als im großen Supermarkt. Manche kommen täglich vorbei, da nehmen wir uns auch die Zeit für einen kurzen Austausch“, erzählt Kramer. Um den Betrieb in Doren weiterhin aufrechtzuhalten, arbeitet Klaus Kramer unter anderem mit dem Verein „Dorfleben“ zusammen. Dieser begleitete die Gemeinde Doren, die selbst Mitglied ist, beim Aufbau des Dorfladens.

Neuer Obmann

Die Verantwortlichen fungieren unter anderem als Bindeglied zur Politik, etwa bei finanziellen Fragen, wie der Nahversorgerförderung, von der viele kleine Läden abhängig sind. Nun wurde der Dorener Bürgermeister Guido Flatz als neuer Obmann des Vereins „Dorfleben“ vorgestellt. Er übernimmt das Amt von Rainer Duelli. Gemeinsam mit Geschäftsführer Karl-Heinz Marent und dem Dünser Bürgermeister Gerold Mähr, der im Verein als Kassier tätig ist, präsentierte der neue Obmann das Programm für das Jahr 2023, das breit gefächert ist. So soll unter anderem ein großer Nahversorgergipfel über die Bühne gehen. 

Im Fokus steht in diesem Jahr auch die herausfordernde Situation, vor der die Dorfläden derzeit stehen. Diese stünden aufgrund derzeitiger Krisen unter Druck, hohe Energiekosten und Personalmangel machen sich bemerkbar. Auch Lieferschwierigkeiten könnten zu Problemen führen, da etwa ein langjähriger Großhändler seinen Dienst eingestellt hat. Um diese Probleme zu lösen, hofft der Verein auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit aller beteiligten Partner. VN-RHU

Karl-Heinz Marent, Guido Flatz und Gerold Mähr präsentierten das Programm.
Karl-Heinz Marent, Guido Flatz und Gerold Mähr präsentierten das Programm.

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