Finger weg von seltsamen Anwaltsbriefen

Vorarlberg / 19.01.2023 • 19:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Betroffenen wird die Auszahlung eines Millionenerbes in Aussicht gestellt.

Feldkirch Die Arbeiterkammer (AK) Vorarlberg mahnt: „Wenn Sie dieser Tage Post aus Asturien erhalten und darin lesen, dass es dort 6,3 Millionen Euro abzuholen gilt, bleiben Sie gelassen und antworten Sie nicht!“ In den letzten Tagen hätten sich zahlreiche Betroffene beim AK-Konsumentenschutz gemeldet. Die Masche der Betrüger ist offenbar immer dieselbe.

Spanischer Anwalt

Die Schreiben hat dem Anschein nach ein spanischer Anwalt verfasst. Er nennt sich Jesus Manuel Bordas Vargas. Die Briefe sind vorgefertigt. Lediglich an den entsprechenden Stellen wurden Namen ausgetauscht. Außerdem ist immer von einem Karl-Hans die Rede, der im April 2020 an Covid gestorben sei und die stattliche Summe von 6,3 Millionen Euro auf dem Konto bei einer spanischen Bank hinterlassen habe.

Viele Nachnamen

Besagter Karl-Hans nennt sich laut Arbeiterkammer einmal Hämmerle mit Nachnamen, dann wieder Ludescher, je nachdem, wie die Person heißt, an die der Brief verschickt wurde. Damit soll suggeriert werden, dass es sich um einen Verwandten handeln könnte, dessen stattliches Erbe nur darauf wartet, überwiesen zu werden. Natürlich erwartet sich der spanische „Anwalt“ eine saftige Beteiligung, und zwar rasch, sonst fällt das ganze Vermögen an den spanischen Staat. 

Der Vorarlberger AK-Konsumentenschützer Franz Valandro ersucht jeden, der ein solches Schreiben erhält, dieses postwendend in den Mistkübel zu werfen.

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