Freiheitliche wollen mitreden

Vorarlberg / 19.01.2023 • 20:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Teuerung bedrohe den Lebensstandard in Vorarlberg, dem werde zu wenig entgegengesetzt.

Teuerung bedrohe den Lebensstandard in Vorarlberg, dem werde zu wenig entgegengesetzt.

Landesparteiobmann Christof Bitschi ist sich sicher, zu Lösungen beitragen zu können.

Schwarzach FPÖ-Landesparteiobmann Christof Bitschi ist nicht zufrieden mit den Schwerpunkten des Landesbudgets, trotz aller Steigerungen bei den Zuschüssen. Zwar habe Vorarlberg ein Rekordbudget zur Verfügung. „Und trotzdem gibt es ganz viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, die aufgrund der massiven Teuerungswelle mit dem Rücken zur Wand stehen“, erklärt er am Donnerstagabend in Vorarlberg LIVE. Betroffen seinen sowohl junge Familien wie auch Personen im Pensionsalter. „Da war natürlich unser Vorschlag, dass dieses Geld auch hergenommen wird, und aktiv in Vorarlberg für diese Menschen investiert wird.“ Aus seiner Sicht investiert die ÖVP das Steuergeld lieber in den Abbau von Schulden. „Seriös wirtschaften bedeutet auch, auf die Sorgen und Nöte der Menschen zu achten“, betont der Freiheitliche. Hinzu komme, dass es in Vorarlberg faktisch weit höhere Lebenserhaltungskosten gibt als im Großteil von Österreich, was aber aus seiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt wurde.

Land könne bei Gesundheit handeln

Eine weitere Baustelle nicht nur in Vorarlberg ist die Personalsituation in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Hier sieht Bitschi die Notwendigkeit eines Krisengipfels. „Wir haben in allen zentralen Bereichen des Landes, ob im Bildungs-, Sicherheits- oder Gesundheitsbereich einen enormen Personalmangel“, warnt Bitschi. Er verweist auf einzelne Abteilungen, die Probleme haben, den normalen Dienstplan aufrechtzuerhalten. „Wir sind in einem der reichsten Länder Österreichs, einem der reichsten Länder der Welt. Und da gibt es die Situation, dass Betten leer stehen, obwohl Menschen darauf warten.“ Die Antwort auf fehlendes Personal sei schlussendlich immer mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen. Auch wenn es ein Problem ist, das nicht nur in Vorarlberg herrscht, müsse man entsprechende Schritte setzen.

Dies endet nicht bei den Pflegekräften. „Jeder, der in den vergangenen Jahren mit dem Gesundheitsbereich zu tun hatte, weiß, dass es natürlich in diesem Land eine Zwei- wenn nicht gar Dreiklassenmedizin gibt“, sieht er auch Versäumnisse, der Abwanderung von Ärzten etwas entgegenzuhalten.

Dass es in Vorarlberg bislang relativ wenige Insolvenzen gab, sei in erster Linie den Vorarlberger Familienbetrieben zu verdanken. „Die Vorarlberger Wirtschaft funktioniert nicht aufgrund der Landesregierung, sondern trotz der Landesregierung.“ Hier brauche es gerade die S18, die vom derzeitigen grünen Koalitionspartner aktiv verhindert werde.

Die Vorarlberger Wirtschaft funktioniert nicht aufgrund der Landesregierung, sondern trotz der Vorarlberger Landesregierung.

Personalnot lasse sich trotz allem durch mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen bekämpfen.

Personalnot lasse sich trotz allem durch mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen bekämpfen.

Christof Bitschi sieht im Land zu wenig zum Vorteil der Bürger getan.

Christof Bitschi sieht im Land zu wenig zum Vorteil der Bürger getan.

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