Handwerkliche Punktlandung bei Hotels

Vorarlberg / 19.01.2023 • 16:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nichts erinnert mehr daran, dass vor einem halben Jahr ein Brand großen Schaden anrichtete, Handwerker haben die Jägeralpe inzwischen saniert.

Nichts erinnert mehr daran, dass vor einem halben Jahr ein Brand großen Schaden anrichtete, Handwerker haben die Jägeralpe inzwischen saniert.

Um- und Ausbau der Lech Valley Lodge und Brandschaden-Sanierung bei Jägeralpe rechtzeitig abgeschlossen.

Warth Zwei Warther Großbaustellen ließen im Herbst 2022 doch einige Zweifel aufkommen: „Können die umfangreichen Arbeiten bei zwei Tophotels bis zum Saisonstart Anfang Dezember auch tatsächlich abgeschlossen werden?“, so die große Frage. Sie konnten, denn die Handwerker lieferten einen starken Beweis ihrer Leistungsfähigkeit ab und machten es möglich, dass die ersten Urlauber wie gebucht zum Saisonbeginn einchecken konnten.

Dachstuhl um 90 Grad gedreht

In Zeiten von Facharbeitermangel und Lieferproblemen beim Baumaterial keine Selbstverständlichkeit, zumal es bei den beiden Baustellen ganz unterschiedliche Herausforderungen gab. Beim ehemaligen Lechtalerhof, der jetzt Lech Valley Lodge heißt, wurde das Gebäude komplett neu gestaltet und wesentlich erweitert. Kein Stein blieb auf dem anderen, denn nicht nur der Hotelbereich, auch der Shop („Sporttraum“ mit Verleih, Shop, Service) ist völlig neu, auch das äußere Erscheinungsbild wurde verändert. U. a. wurde der Dachstuhl um 90 Grad gedreht. Die Arbeiten begannen im Sommer 2021 mit einem Teilabbruch des Altbestands und wurden im vergangenen Sommer und Herbst fortgesetzt. Dabei wurde alte Bausubstanz genutzt, das Haus neu konzipiert auch die Ausstattung einem Upgrade unterzogen. Neben insgesamt 20 Lodges, Suiten und Doppelzimmern im alpinen Stil entstand auch das rund 450 m2 große Alpen-Spa.

Erheblicher Brandschaden

Ganz anders die Ausgangslage beim Projekt Jägeralpe. Dort stand die Familie Jäger buchstäblich über Nacht vor der Herausforderung, einen erheblichen Brandschaden beim erst wenige Monate zuvor eröffneten Neubautrakt sanieren zu müssen. In der Nacht zum 8. Juli war die Stirnfassade in Brand geraten. Ermittlungen ergaben, dass glühende Grillkohle das Feuer ausgelöst hatte.

Ein Dutzend Feuerwehren aus dem hinteren Bregenzerwald und dem Lechtal waren mit rund 200 Feuerwehrleuten angerückt und konnten ein weiteres Ausbreiten des Feuers verhindern. Trotzdem war der Schaden enorm: die komplette Fassade, 21 Zimmer und ein großer Teil des Dachs mussten erneuert werden, zudem große Teile des Restaurantbereichs, der auch durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Obwohl bis zum Saisonstart im Dezember nur gut fünf Monate zur Verfügung standen, schafften es die Handwerksbetriebe, den massiven Brandschaden in einem echten Kraftakt zu sanieren und damit den Saisonstart sicherzustellen.

Ein echter Kraftakt

Von heute auf morgen zusätzliche personelle Kapazitäten zu organisieren und das erforderliche Baumaterial zu beschaffen, war in Zeiten wie diesen, wo die Betriebe auf der einen Seite volle Auftragsbücher und auf der anderen Seite mit Facharbeitermangel zu kämpfen haben, eine starke Leistung, auf die die beteiligten Handwerksbetriebe zu Recht stolz sein dürfen. STP

Nicht nur der Name wurde von Lechtalerhof auf Lech Valley Lodge ge­ändert, auch das Haus präsentierte sich zum Saisonstart komplett neu.
Nicht nur der Name wurde von Lechtalerhof auf Lech Valley Lodge ge­ändert, auch das Haus präsentierte sich zum Saisonstart komplett neu.
Mit dem Shop „Sporttraum“ (links) hat das Hotel zudem viel an Qualität gewonnen. stp/3
Mit dem Shop „Sporttraum“ (links) hat das Hotel zudem viel an Qualität gewonnen. stp/3

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