Keine rosigen Zeiten für Röthner Finanzen

Vorarlberg / 20.01.2023 • 15:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Investiert wird u.a. in eine neue Urnenwand sowie einen barrierefreien Zugang bei der Pfarrkirche.MIMA
Investiert wird u.a. in eine neue Urnenwand sowie einen barrierefreien Zugang bei der Pfarrkirche.MIMA

Großes Minus und eine Darlehensaufnahme von über 4 Millionen Euro prägen das Zahlenwerk für 2023.

Röthis Aufgrund der aktuellen Lage und der anhaltend hohen, jedoch notwendigen Investitionen in verschiedene Projekte verschlechtert sich die finanzielle Lage der Gemeinde Röthis im laufenden Jahr nicht unerheblich. Die Gemeindevertretung beschloss in ihrer jüngsten Sitzung allerdings nicht nur das schwierige Budget für das laufende Jahr, sondern auch einen Teuerungsausgleich für einkommensschwache Haushalte.

Wasserleitungen größter Posten

Auch im laufenden Jahr ist der Röthner Voranschlag durch weiter gestiegene Kosten durch fix vorgegebene Positionen im Bereich des Sozialfonds, des Spitalfonds und der Landesumlage mit gesamt rund 1,7 Millionen Euro gekennzeichnet. Aber auch größere Investitionsprojekte machen sich deutlich bemerkbar. So sind im laufenden Finanzhaushalt der Gemeinde 1,4 Millionen Euro für die Wasserleitungserneuerung eingeplant und 380.000 Euro für eine neue Urnenwand am Friedhof sowie einen barrierefreien Zugang. Weiters werden 300.000 Euro für die weitere Planung der Sanierungsarbeiten am Röthner Sportplatz investiert und 180.000 Euro sollen in die Sanierung des Busplatzes beim Rössle fließen.

Darlehensaufnahme notwendig

Damit sind für die allgemeine operative Tätigkeit der Gemeinde inklusive der erforderlichen Investitionen im Finanzierungshaushalt Ausgaben in der Höhe von 9,5 Millionen Euro geplant. Die erwarteten Einnahmen betragen hingegen lediglich etwa 6,7 Millionen Euro und es entsteht somit ein Fehlbetrag von über 2,8 Millionen Euro. Da für die Schuldentilgung im Jahre 2023 zudem noch ca. 200.000 Euro benötigt werden, ist eine Darlehensaufnahme von rund drei Millionen Euro erforderlich. Damit wird der Schuldenstand der Gemeinde am Jahresende rund 4,5 Millionen Euro betragen – dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2092 Euro.

Nachdem die Kommune auch ihre Dienstleistungen wie Wasserversorgung und Abwasser- und Müllentsorgung sicherstellen muss und gleichzeitig kostendeckende Tarife benötigt, sind Gebührenerhöhungen notwendig. Die Erhöhung für die Wassergebühr wurde mit 10 Prozent und für die Kanalgebühr mit 4 Prozent festgelegt.

Teuerungsausgleich

Gleichzeitig wurde aber auch beschlossen, einkommensschwache Haushalte zu unterstützen. So erhalten all jene, welche im Beantragungszeitraum vom 17. Oktober 2022 bis zum 24. Februar 2023 einen Heizkostenzuschuss beziehen bzw. bezogen haben, im März automatisch einen Teuerungsausgleich von 100 Euro überwiesen. Sozialhilfebezieher, die den Heizkostenzuschuss nicht bei der Gemeinde, sondern bei der Bezirkshauptmannschaft beantragen müssen, bekommen ebenfalls den Teuerungsausgleich von 100 Euro pro Haushalt. Sie müssen diesen jedoch bei der Gemeinde Röthis beantragen. MIMA

300.000 Euro fließen in die Planungen für die Sanierung des Sportplatzes.
300.000 Euro fließen in die Planungen für die Sanierung des Sportplatzes.

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