Die Kunst hochleben lassen

Heimat / 22.01.2023 • 17:04 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Harald Gfader und Christine Lingg vom Vorstand des milK-ressorts mit „King of Noise“ Günther Ammann.<span class="copyright">BI</span>
Harald Gfader und Christine Lingg vom Vorstand des milK-ressorts mit „King of Noise“ Günther Ammann.BI

milK-ressort lud mit Art’s Birthday zu einem Geburtstagsfest der Kunst.

Göfis Der 17. Jänner wird weltweit als Geburtstag der Kunst gefeiert. Aus diesem Anlass lud der seit rund zehn Jahren bestehende Verein milK-ressort am vergangenen Dienstag zum jährlichen Kunstaustausch-Event in die ehemalige Milchsammelstelle in Göfis, die nunmehr als Ausstellungs- und Veranstaltungsort dient. „Die Veranstaltungen zu diesem Event finden in Österreich vor allem in Wien statt, im Westen sind wir die Einzigen, die diesen Geburtstag gebührend feiern“, erklärte Künstler Harald Gfader. Er zählt mit Christine Lingg, Günther Ammann und Rudi Malin zu den Initiatoren und dem Vorstand des Vereins. „Mich beeindruckt es wahnsinnig, dass es so ein Projekt wie das milK-ressort gibt. Es ist außergewöhnlich – eine Veranstaltung von Künstlern für Künstler. Und die Stimmung ist ausgezeichnet“, zeigte sich Sigi Fritsche, Inhaberin der Galerie Kukuphie in Bludenz, begeistert.

Harry Marte und Wolfram Reiter feierten mit.
Harry Marte und Wolfram Reiter feierten mit.

Performativ und kommunikativ

Die Art’s Birthday ist eher eine Party, bei der sich unterschiedlichste Künstler treffen und kleinere Performances zum Besten geben. „Es weiß im Vorhinein kein Künstler, was der andere spielt. Alles ergibt sich spontan“, führte Gfader weiter aus. Die Bandbreite ist groß: Neben instrumentalen Beiträgen fanden sich Gesang, Poesie, Lichtspiel, Wort und Text. „Unser Anliegen ist es, performativ und kommunikativ alles zu bieten, was kunstmäßig Künstler und Künstlerinnen erfreuen könnte“, so Gfader. Von ihm wurden auch die schönen Einladungskarten für seine Künstlerkollegen gestaltet. Die Veranstaltung sei in erster Linie ein Treffen von Freunden, meinte Musiker Harry Marte. Und Karin Stecher aus Feldkirch betonte: „Ich finde es höchst originell, dass Künstler im ehemaligen Michhüsle ausstellen können. Das milK-ressort ist eine lässige Einstiegsgalerie, denn es ist für jeden etwas dabei, auch was die Preisklasse der Kunstwerke anbelangt. Die Besucher können sich mit den jeweiligen Künstlern austauschen. Alles läuft ganz unbeschwert und offen ab.“

Karin Wieser war mit Tochter Mascha gekommen.
Karin Wieser war mit Tochter Mascha gekommen.

Spontanität und Originalität

Die anwesenden Künstler kannten sich alle untereinander, die Stimmung war dementsprechend von Anfang locker und fröhlich. Jeder neu eintreffende Gast wurde sehr freundlich begrüßt, es herrschte im wahrsten Sinn des Wortes eine Geburtstagsparty-Stimmung. So sagte auch Harald Gfader in seiner Begrüßungsrede: „Wir wollen heute die Kunst hochleben lassen. In einer Welt mit dunklen Schatten, wie sie sich derzeit darstellt, ist dies umso wichtiger. Die Kunst ermöglicht uns andere Zugänge zur Lebensgestaltung als die im Alltag von negativen Schlagzeilen vorherrschenden.“

Auch Lukas und Wolfgang Blenk waren gekommen.
Auch Lukas und Wolfgang Blenk waren gekommen.
Unter den Gästen: Enzo Dudli und Monika Blenk.
Unter den Gästen: Enzo Dudli und Monika Blenk.

Günther Ammann, der als Auftakt am Schlagzeug zu hören war, bezeichnete er sodann als „King of Noise“. Die Bandbreite der gebotenen musikalischen Darbietungen wurde schon mit den ersten drei Beiträgen deutlich, während Ammann als Intro tanzbare Musik bot, folgte Wolfgang Blenk an der E-Gitarre für Blues-Klänge und Wolfram Reiter mit einem ganz tiefen Saxofon für experimentelle Musik. Gfader bat die Zuhörer darum, die Klänge ganz bewusst zu inhalieren. BI

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