Neue S-18-Varianten aus Wien

Vorarlberg / 23.01.2023 • 22:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der neue Anschluss Dornbirn-Süd gestern Abend. Spielt er eine Schlüsselrolle? VN/RIE
Der neue Anschluss Dornbirn-Süd gestern Abend. Spielt er eine Schlüsselrolle? VN/RIE

Landesräte und Lustenauer Bürgermeister haben Besuch aus Wien: Ministerin Gewesslers Evaluierung wird heute präsentiert.

LUSTENAU, DORNBIRN Es ist die am längsten geplante und dennoch nie gebaute Straße des Landes: Die erst als Autobahn- und dann als Schnellstraßenverbindung zwischen Österreich und der Schweiz konzipierte Bodenseeschnellstraße S 18 ist nach VN-Informationen heute Thema in der Landesregierung und in der Marktgemeinde Lustenau. Sowohl die Landesräte Marco Tittler (ÖVP) und Daniel Zadra (Grüne) erhalten wie der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP) heute, Dienstag, Besuch aus Wien.

Die zuständige Sektionschefin des Klimaschutzministeriums von Leonore Gewessler (Grüne) will im Rahmen eines internen Termins den Vorarlbergern den Abschlussbericht der Evaluierung präsentieren.

Schmitter-Variante?

Wie aus informierten Kreisen den VN angedeutet wurde, sollen – zusätzlich zur bisher favorisierten CP-Variante, also einer Umfahrungsstraße Lustenaus – neue Varianten im Gepäck sein.

Erwartet wird unter anderem die Präsentation einer Variante, die vom neuen Autobahnanschluss Dornbirn-Süd in etwa über das Schweizerhaus und den Grenzübergang Schmitter nach Diepoldsau oder weiter nach Widnau geführt werden könnte. Eine solche Variante würde im Widerspruch zu bisherigen Vereinbarungen mit den Schweizer Nachbarn stehen, zumal sich dort auf Schweizer Seite Wohngebiet befindet. Die Eidgenossen hatten 1964 einen Anschlussstummel für eine österreichische Autobahnverbindung bei St. Margareten gebaut und erwarteten sich bisher exakt dort die Anbindung.

In der Landesregierung, wo seit Jahrzehnten S-18-Varianten diskutiert und in Pläne eingezeichnet wurden, schlägt solchen Überlegungen jedenfalls auf ÖVP-Seite Skepsis entgegen: gänzlich neue Varianten würden ein „Zurück auf los“ bedeuten. Insofern wird die Präsentation des heutigen Evaluierungsberichts mit Spannung erwartet.

Beim Klimaschutzministerium hält man sich auf VN-Anfrage bedeckt, nur dass am Dienstagnachmittag mittels Presseaussendung informiert werde, war zu erfahren.

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