Endausbau der Rheinvorstreckung fordert Sperrung des Fußwegs

Vorarlberg / 25.01.2023 • 18:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sandinsel im Bodensee. <span class="copyright">Mathias Speckle</span>
Sandinsel im Bodensee. Mathias Speckle

Um den Hochwasserschutz zu verbessern, wird die Rheinvorstreckung ergänzt.

Fussach Bereits seit den 1970er-Jahren wird an der Rheinvorstreckung bei Fußach gearbeitet. Nun geht der Ausbau langsam in Richtung Endspurt. Aber bis dahin muss eine lange Überströmstrecke entstehen, die gleichzeitig für den Hochwasserschutz von großer Bedeutung ist.

Dammbruch in Fußach am 3. 10. 2020 aufgrund von Hochwasser. <br><span class="copyright">Mathis Fotografie</span>
Dammbruch in Fußach am 3. 10. 2020 aufgrund von Hochwasser.
Mathis Fotografie

Würde der Damm nämlich erhöht werden, hätte dies prekäre Auswirkungen im Hochwasserfall. Das hätte zur Folge, dass der Rhein an jener Stelle nicht in den See einfließen könnte. So würde auch eine Erhöhung des Wasserspiegels in der Vorstreckung und rheinaufwärts entstehen, genauso wie ein unkontrolliertes Überströmen der Vorstreckungsdämme. Nun liegt jetzt der rechtsseitige Damm im Bereich der Lagerplätze der Internationalen Rheinregulierung und der Firma Zech Kies GmbH tiefer als ursprünglich im Projekt aus den Jahren 1972 bis 1979 geplant. Aus diesem Grund ist es notwendig, den Damm in dem Bereich tief zu halten. Das hat die Internationale Rheinregulierung nach einer hydraulischen Detailuntersuchung beschlossen. Wird der Damm überströmbar gestaltet, bewirkt das, dass der Wasserspiegel rheinaufwärts auch bei Hochwasser stabil bleibt. Die Vorstreckungsdämme wären so ebenfalls vor unkontrollierten Überströmungen, die zu Dammbrüchen führen können, gesichert.

Baustelle

Die Bauarbeiten haben letzte Woche gestartet.<span class="copyright"> ipk</span>
Die Bauarbeiten haben letzte Woche gestartet. ipk

Um das Vorhaben umzusetzen, wird ein der rechte Vorstreckungsdamm in der Umgebung Hard-Schleienlöcher auf eine Länge von 800 Metern (km 90.20-91.00) um einen Meter erhöht. Auf die 800 Meter (91.20-91.20) wird der Damm anschließend tief gehalten.

Der Plan für die Vorstreckung.<span class="copyright"> ipk</span>
Der Plan für die Vorstreckung. ipk

Ebenfalls ist eine Verkleidung mit Wasserbausteinen geplant, damit das Wasser, das in den Bodensee strömt, keinen Schaden anrichten kann. Die nächste Strecke von 400 Metern (91.90-92.20) wird um 0,2 Meter erhöht sowie baulich erneuert. Das Projekt beansprucht einen Investitionsrahmen von rund sechs Millionen Euro. Diese Kosten werden von der Internationalen Rheinregulierung, der Schweiz und Österreich getragen.

Die Baustelle wird bis ins Frühjahr 2023 fortgesetzt. <span class="copyright">ipk</span>
Die Baustelle wird bis ins Frühjahr 2023 fortgesetzt. ipk

Sperrung des Fußwegs

Die Bauarbeiten haben letzte Woche begonnen und erfolgen in zwei Etappen. Die erste dauert bis Frühjahr 2023. Die zweite ist in den Wintermonaten 2023 und 2024 vorgesehen. Wegen der umfangreichen Bauarbeiten müssen aus Sicherheitsgründen die Wander- und Fußwege im Nahbereich gesperrt werden.

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