Panda-Bub Fu Hu auf langer Reise nach China

Welt / 07.11.2012 • 22:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Abschied von Wien: Fu Hu übersiedelt in seine neue Heimat. Foto: ApA
Abschied von Wien: Fu Hu übersiedelt in seine neue Heimat. Foto: ApA

Fu Hu frisst und schläft – Spielerisches Training mit der Transportkiste hat sich gelohnt.

Wien. Panda-Bub Fu Hu hat seine lange Reise von Wien in seine neue Heimat China wie geplant angetreten. Das spielerische Training mit der Transportkiste hat sich mehr als gelohnt, freute man sich im Tiergarten Schönbrunn. „Fu Hu ist ohne zu zögern in die Kiste gestiegen und hat sich entspannt hingesetzt“, berichtete Direktorin Dagmar Schratter.

Fu Hu ist Eigentum von China

Ein Lkw brachte Fu Hu zum Flughafen Amsterdam. Von dort ist er am späten Nachmittag mit einer Maschine der KLM nach Chengdu geflogen. „Den Großteil der Lastwagenfahrt hat er verschlafen“, so Schratter. Begleitet wird der Zweijährige von seiner Pflegerin Renate Haider, Zoologin Eveline Dungl, Veterinär Thomas Voracek und der Tiergartendirektorin. Während des gesamten Transports hat das Team direkten Zugang zum Panda-Buben. Versüßt wird ihm die Reise durch jede Menge Proviant: Neben 20 Kilogramm Bambus ist auch „Panda-Schokolade“ mit dabei: Süßkartoffeln, Karotten und getrocknete Feigen.

Ziel des Trips ist die Panda-Zucht- und -Forschungsstation Bifengxia, wo Fu Hus älterer Bruder Fu Long lebt. Nach einiger Zeit in Quarantäne wird Fu Hu in den Bereich für die „Heimkehrer“ übersiedeln. Allerdings wird er sich dort nur mit Gleichaltrigen „messen“ und nicht direkt mit seinem Bruder zusammentreffen.

Die Verträge mit der Volksrepublik China sahen von Beginn an vor, dass Fu Hu Schönbrunn verlassen muss. Denn obwohl die Tiere in Wien geboren wurden, gehören sie offiziell dem chinesischen Staat und müssen zwei Jahre nach der Geburt in die Heimat ihrer Eltern. Im Alter von zwei Jahren verlassen Jungbären auch im Freiland ihre Mütter, die Zeit sei reif dafür, betonte Schratter. „Man merkt auch, dass seine Mutter Yang Yang von seiner verspielten Art schon etwas genervt ist.“ In China soll Fu Hu später selbst für Nachwuchs sorgen.