Wetten, dass Lanz bis nach Lochau schwamm?

Welt / 24.02.2013 • 21:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gut umsorgt und in Decken gewickelt wurde Lanz nach seiner Ankunft „Am Kaiserstrand“ in Lochau.
Gut umsorgt und in Decken gewickelt wurde Lanz nach seiner Ankunft „Am Kaiserstrand“ in Lochau.

1,5 Kilometer legte der Moderator schwimmend zurück: von Lindau nach Lochau.

Lochau. Im drei Grad kalten Bodensee hat „Wetten, dass..?“-Moderator Markus Lanz am Sonntagmorgen seine Wettschuld eingelöst. Der 43-Jährige schwamm in 90 Minuten rund anderthalb Kilometer von Lindau aus nach Lochau. „Schön war’s“, sagte er anschließend. Trotz eines Neoprenanzugs sei es aber sehr kalt gewesen. Zwischenzeitlich hätten ihn Möwen umkreist. „Da meinte ich, so etwas wie Mitleid zu erkennen.“

Lanz hatte am Abend zuvor bei seiner Unterhaltungssendung die Saalwette verloren. Er hatte darauf gesetzt, dass sich in der Gastgeberstadt keine 100 Männer in Frauenkleidern zusammenfinden würden, die mit Volksmusikbarde Heino den Ärzte-Titel „Junge“ sangen. Friedrichshafen belehrte den 43-Jährigen eines Besseren – und Lanz ging mit Neoprenanzug und begleitet von der Wasserwacht Lindau im Bodensee baden. Die gute Laune verlor der Moderator trotz der bescheidenen Temperaturen nicht.

Tiefstand für Lanz’ Sendung

Erst beim Blick auf die Einschaltquote wird es mit der guten Laune etwas schwieriger: Mit seinem fünften „Wetten, dass..?“-Auftritt hat Lanz von der Publikumsresonanz her einen Tiefstand erreicht. 8,57 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 27,4 Prozent) verfolgten den ZDF-Klassiker am Samstagabend – in der Jänner-Ausgabe lag Lanz noch bei 9,04 Millionen Zuschauern, im Dezember bei 8,89 Millionen.

Dabei lief in seiner fünften Ausgabe alles wie am Schnürchen: Es gab Wetten zum Staunen, zum Mitfiebern, zum Bangen und Lachen – und alle funktionierten tadellos. Wettkandidaten und Gäste schienen mit Leidenschaft dabei zu sein – allen voran Dschungelcamp-Bewohnerin Olivia Jones, der man sowohl ihre anfängliche Begeisterung („Wir sind bei ,Wetten, dass..?‘ – ich kann’s gar nicht glauben“) als auch die Enttäuschung („Was, müssen wir schon gehen?“) abnahm. Musik gab es von Bruno Mars und Justin Timberlake, der sich als einziger nicht deutscher Promi für ein halbes Stündchen zu den anderen Gästen aufs Sofa gesellte. Es muss eine Wohltat für Markus Lanz und das ZDF gewesen sein: Denn der US-Musiker brauchte nur wenige Minuten, um die Irritation mancher amerikanischer Kollegen über die deutsche Unterhaltungsshow vergessen zu machen. Jüngst erst lästerte die „New York Times“ über „Wetten, dass..?“ als „ergraute alte Show“.

Moderator zum Anfassen: Trotz der Eiseskälte ließ sich der Südtiroler mit seiner Fangemeinde ablichten. Fotos: Manfred Schallert
Moderator zum Anfassen: Trotz der Eiseskälte ließ sich der Südtiroler mit seiner Fangemeinde ablichten. Fotos: Manfred Schallert