Studie: Nur jeder Siebte kann Erste Hilfe leisten

Welt / 19.03.2013 • 22:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Ein weiterer PISA-Test stellt Österreich ein schlechtes Zeugnis aus: Beim „PISA First Aid“ wurde europaweit das Erste-Hilfe-Wissen von Autofahrern abgefragt. Geht es darum, Erste Hilfe leisten zu wollen, ist Österreich nach Finnland Europameister. Beim tatsächlichen Können landeten heimische Autofahrer allerdings auf den letzten Plätzen: 80 Prozent trauen sich zwar zu, Hilfe zu leisten, allerdings weiß nur knapp jeder Siebente (15 Prozent), was an einem Unfallort mit Verletzten auch zu tun ist.

Europaweit liegt der Durchschnitt bei 66 Prozent, 18 Prozent verfügen auch über das nötige Wissen. „Die Selbsteinschätzung überwiegt die tatsächlichen Kenntnisse“, fasste ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold das Ergebnis der Studie zusammen. „Die drei wichtigsten Aufgaben eines Ersthelfers sind Absichern der Unglücksstelle, Notruf absetzen und Erste Hilfe leisten“, erläuterte Michael Opriesnig vom Roten Kreuz die Rettungskette. Doch bereits beim Notruf sind Österreichs Autofahrer unsicher. Zwar dachten knapp 89 Prozent der Befragten daran, einen solchen abzusetzen. Befragt nach der nationalen Notrufnummer 144 konnten immerhin drei Viertel diese auch nennen.

„Das einzige, was man in der Ersten Hilfe falsch machen kann, ist, nichts zu tun“, lautete der einstimmige Tenor der Experten. Je früher Erste Hilfe gelernt wird, umso geringer sei die Angst, etwas falsch zu machen.