Homosexuellen-Hetze: Predigtverbot für Pfarrer

Welt / 22.03.2013 • 21:59 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Der steirische Pfarrer Karl Tropper darf zu Ostern keine Predigt halten.
Der steirische Pfarrer Karl Tropper darf zu Ostern keine Predigt halten.

Graz. Die steirische Diözese Graz-Seckau ergreift nach zahlreichen – fruchtlosen – Abmahnungen des Pfarrers von St. Veit am Vogau, Karl Tropper, wegen „Wetterns“ gegen Homosexuelle nun schärfere Maßnahmen. Dieser habe sich „besonders zu den gewiss wichtigen Themen ‚Homosexualität‘ und ‚Islam‘ wiederholt unzumutbar vereinfachend und in einem verhetzenden Ton geäußert“, wie die Diözese in einer Aussendung mitteilte. Deshalb werde zu Ostern nicht Tropper, sondern Generalvikar Heinrich Schnuderl die Messen vom Palmsonntag bis Ostersonntag in der Kirche von St. Veit am Vogau halten.

Tropper hatte in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ am Freitag noch einmal nachgelegt und u.a. Homosexuelle erneut als „Perverse“ bezeichnet: „Wenn man das nicht mehr sagen darf, muss man als Pfarrer in Pension gehen.“