Neun Anklagen nach tödlichem Diskobrand

Welt / 24.03.2013 • 22:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Brasília. Nach dem verheerenden Diskothekenbrand in Brasilien mit 241 Todesopfern Ende Jänner haben die Behörden Anklage gegen neun Personen erhoben. Die beiden Eigentümer des Clubs und drei ihrer Partner, zwei Musiker sowie zwei Feuerwehrleute müssen sich für den Brand vor Gericht verantworten. Dies teilte Polizeikommissar Marcelo Arigony am Wochenende nach Abschluss der Untersuchung des Unglückes mit.

600 Gäste wurden verletzt

Insgesamt 28 Menschen, darunter der Bürgermeister des Ortes Santa Maria, müssen sich demnach zivilrechtlichen Ansprüchen der Opfer und ihrer Angehörigen stellen. Bei dem Feuer während einer Studentenparty im Club „Kiss“ in Santa Maria in Südbrasilien waren die meisten der 241 Todesopfer am Rauch erstickt. Mehr als 600 weitere, meist junge Gäste wurden verletzt.

Feuerwerk als Auslöser

Auslöser der Katastrophe war nach Angaben der Ermittler eine Musikshow mit Feuerwerk, dessen Funken die leicht brennbare Deckendämmung in Brand setzten. Der Club verfügte lediglich über einen einzigen, schlecht beschilderten Notausgang. Außerdem hinderten Sicherheitsleute die Gäste zunächst am Verlassen der Diskothek.