Weltweit gingen für eine Stunde die Lichter aus

Welt / 24.03.2013 • 22:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Den Auftakt machte Sydney, dort wurden als erstes die Lichter für eine Stunde ausgeknipst. Im Bild: Das Geschäftsviertel der australischen Millionenmetropole. Foto: Reuters
Den Auftakt machte Sydney, dort wurden als erstes die Lichter für eine Stunde ausgeknipst. Im Bild: Das Geschäftsviertel der australischen Millionenmetropole. Foto: Reuters

150 Länder und
7000 Städte beteiligten sich heuer an der „Earth Hour“.

Wien, Sydney. Licht aus für das Klima: Rund um den Erdball sind am Samstagabend in 7000 Städten für eine Stunde die Lichter ausgegangen. Mit der Klimaaktion „Earth Hour“ wird in 150 Ländern daran erinnert, wie wichtig Klimaschutz ist. In Österreich wurden zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr unter anderem das Schloss Belvedere sowie das Schloss Schönbrunn in Wien verdunkelt.

Den Anfang machte die australische Metropole Sydney. Sie knipste als erste Stadt anlässlich der Aktion die Lichter aus. Unter dem Jubel von Schaulustigen versanken Stadtsilhouette und Harbour Bridge in Dunkelheit. Ausnahme war das Opernhaus, das in Anspielung auf erneuerbare Energien in grünem Licht erstrahlte. Sydney war 2007 der Ursprung der „Earth Hour“-Aktion, an der auch dieses Jahr rund 150 Länder teilnahmen.

„Weltweite Tradition“

Was mit zwei Millionen Teilnehmern in der australischen Millionenmetropole begonnen habe, sei zu einer „landesweiten und weltweiten Tradition“ geworden, sagte der Chef der australischen Sektion der Umweltorganisation World Wide Fund For Nature (WWF), Dermot O‘Gorman. Kurz nach Australien folgten Japan und China. In Tokio gingen die Lichter des Tokio Tower aus, auch das Friedensdenkmal in Hiroshima zur Erinnerung an die Opfer der Atombombenabwürfe 1945 fiel in Dunkelheit. In Peking wurde die Beleuchtung des als Vogelnest getauften Stadions der Olympischen Spiele von 2008 ausgeschaltet, in Schanghai und in Hongkong waren die imposanten Skylines vorübergehend nicht illuminiert. In Singapur beobachteten Menschen auf einer Schwimmplattform den Start der Aktion. Im Laufe des Tages folgten unter anderen der höchste Turm der Welt – der Burj Khalifa in Dubai, das Taj Mahal in Indien, der Moskauer Kreml, der Eiffelturm in Paris sowie der Buckingham Palace in London und später dann das Empire State Building in New York und die Christus-Statue in Rio de Janeiro.

Neu hinzu kamen heuer die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen und die David-Statue in Florenz. Außerdem nahmen in diesem Jahr erstmals Tunesien, Surinam, Ruanda und Palästina an der „Earth Hour“ teil. Die Vereinten Nationen unterstützen die Aktion. Generalsekretär Ban Ki Moon dazu: „Jeder Einzelne spielt eine Rolle. Regierungen müssen den politischen Willen zeigen, Unternehmen können Lösungen aufzeigen und die Zivilgesellschaft – insbesondere die jungen Leute – kann für den Umweltschutz mobilisieren.“

Hunderte trafen sich mit Kerzen auf den Straßen Jakartas. Foto: AP
Hunderte trafen sich mit Kerzen auf den Straßen Jakartas. Foto: AP