Groß angelegter Handel mit Frauen aufgeflogen

Welt / 26.03.2013 • 22:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Linz, Zilina. Die Polizei war hinter den Verdächtigen schon seit Längerem her. Anfang März wurden in einer international durchgeführten Polizeiaktion insgesamt acht Personen in der Slowakei festgenommen, darunter die beiden Hauptverdächtigen, ein 41- und ein 42-jähriger slowakischer Zuhälter. Sie sollen zwischen 2001 und 2009 zwischen 50 und 70 junge Mädchen aus der Slowakei mit falschen Versprechungen nach Österreich gelockt haben, die dann als Prostituierte arbeiten mussten.

Auf die Spur der Menschenhändler stießen die Beamten durch Ermittlungen im Rotlichtmilieu. Eine wesentliche Rolle bei der Aufdeckung der Affäre spielte der „Verkauf“ einer polnischen Prostituierten. Ihre Zuhälter sollen von einem 45-jährigen Salz­burger, der sich in das Mädchen verliebt hatte und es aus dem Rotlichtmilieu holen wollte, 58.000 Euro verlangt haben. Sie hatten gedroht, die Frau sonst an eine ausländische Gruppierung zu übergeben. Der verliebte Freier zahlte schließlich die geforderte Summe. Die „Freigekaufte“ konnte zusammen mit an­deren flüchten. Sie sagten bei der Polizei als Zeuginnen aus. Die Verdächtigen zogen sich daraufhin aus dem öster­reichischen Rotlicht­milieu zurück und betrieben nur noch Bordelle in ihrer Heimat.