Blutiges Familiendrama: Drei Tote in Marchegg

Welt / 27.03.2013 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein Ehepaar und seine Tochter sind in Marchegg erschossen in ihrem Haus gefunden worden. Foto: apa
Ein Ehepaar und seine Tochter sind in Marchegg erschossen in ihrem Haus gefunden worden. Foto: apa

Vater hat vermutlich seine Ehefrau und die gemeinsame Tochter erschossen, bevor er sich selbst das Leben nahm.

Marchegg. Bei einer Familientragödie sind am Mittwoch in Marchegg in Niederösterreich ein Ehepaar, 47 und 48 Jahre alt, sowie dessen 23-jährige Tochter ums Leben gekommen. Alle drei Leichen wiesen Schussverletzungen auf. Die Polizei vermutet eine familiäre Bluttat und schließt einen Fremdtäter aus. Der genaue Tathergang wird aber noch untersucht.

Waffen legal besessen

Dass in dem neu renovierten Haus etwas nicht stimmt, hatte bereits der Besitzer einer Baufirma vermutet, als seine 48-jährige Angestellte nicht zur Arbeit erschienen war. Als er nachschauen wollte, öffnete ihm niemand, obwohl die Autos vor dem zweistöckigen Objekt standen. Er kontaktierte die Mutter der Frau. Diese vermutete Schlimmes, da ihr Schwiegersohn zuletzt angeblich psychische Probleme hatte. Da man bei der Exekutive wusste, dass der 47-Jährige waffenrechtliche Dokumente für zwei Faustfeuerwaffen besaß, wurde das Einsatzkommando Cobra alarmiert.

Die Einsatzkräfte des EKO Cobra Wien verschafften sich Zutritt zum Haus und fanden die drei Toten, berichtete der Cobra-Sprecher. Die Mutter lag in ihrem Bett im Erdgeschoss, die 23-jährige Tochter in ihrem Bett im ausgebauten Dachgeschoss, der Vater dort auf dem Boden. Für die Polizei war der 47-Jährige ein unbeschriebenes Blatt. Von psychischen Problemen habe man weder bei der Exekutive noch der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf Kenntnis gehabt.