Salzburger Vergewaltiger drohte Opfer: Freispruch

Welt / 29.03.2013 • 22:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Salzburg. Ein rechtskräftig verurteilter Sexualstraftäter aus Salzburg, der Mitte März aus dem elektronisch überwachten Hausarrest entlassen worden war, ist am Freitag vom Vorwurf der gefährlichen Drohung am Landesgericht Salzburg im Zweifel freigesprochen worden. Der 52-Jährige soll das Vergewaltigungsopfer laut Strafantrag am 21. März 2012 bei einer Tankstelle in der Stadt Salzburg mit dem Umbringen bedroht haben. Das mittlerweile 23-jährige Opfer und ein guter Bekannter der Frau haben den Angeklagten schwer belastet. Beide gaben an, sie hätten gehört, wie der 52-Jährige in Richtung des Autos, in dem sie gesessen sind, geschrien hätte: „I bring di um“. Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig und erklärte, dass er „kein einziges Wort“ gesagt hätte.

Einzelrichterin Daniela Segmüller erklärte nach dem Freispruch, sie sei sich nicht sicher, ob der Angeklagte die Drohung tatsächlich ausgesprochen habe. „In dem Verfahren steht Aussage gegen Aussage.“ Weder der Staatsanwalt noch der Verteidiger der Frau gaben eine Erklärung ab. Das Urteil ist daher nicht rechtskräftig.

Das Vergewaltigungsopfer reagierte empört auf den Freispruch: „Das ist eine Schande für die Justiz. Über die Jahre hindurch habe ich erfahren müssen: Verbrechen zahlen sich aus.“ Sie habe Angst, denn ihrer Meinung nach werde der 52-Jährige immer gefährlicher.