Sofia darf vorerst bei ihrer Mutter bleiben

Welt / 16.08.2013 • 21:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die sechsjährige Sofia und ihre Mama. Apa
Die sechsjährige Sofia und ihre Mama. Apa

Wiener Neustadt. Im grenzüberschreitenden Sorgerechtsstreit um die kleine Sofia ist eine für das Mädchen und seine Mutter positive Entscheidung gefallen, berichtete der „Kurier“. Das aufgrund des Wohnortes zuständige Bezirksgericht Wiener Neustadt habe die Rückführung der Sechsjährigen zu ihrem Vater nach Italien ausgesetzt. Zudem werde die Obsorge-Entscheidung im zuständigen Gericht in Venedig neu geprüft.

Die Rechtsanwältin der Frau, Astrid Wagner, hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um zu erreichen, dass das Kind, das seinen Vater seit vier Jahren nicht gesehen hat und nicht italienisch spricht, bei seiner Mutter, dem Stiefvater und dem kleinen Bruder in Österreich bleiben darf.

Das Sorgerecht war in allen Instanzen, auch auf europäischer Ebene, dem Vater zuerkannt worden. Am 24. Juli hätte Sofia von zu Hause abgeholt werden sollen, um zu dem Italiener gebracht zu werden. Der gerichtliche Vollzug war jedoch nicht möglich, weil Mutter und Tochter untergetaucht waren.