WWF: Ressourcen für 2013 sind aufgebraucht

Welt / 19.08.2013 • 21:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bern. Ab heute lebt die Welt auf Pump, warnt der WWF. Denn am 20. August habe die Menschheit in diesem Jahr bereits so viele natürliche Ressourcen verbraucht, wie die Erde innerhalb eines ganzen Jahres erneuern kann. Erstmals habe die Weltbevölkerung im Jahr 1987 mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde produzieren könne. Damals fiel der sogenannte „World Overshoot Day“ auf den 19. Dezember. Seither hat sich der Tag immer weiter nach vorne verschoben.

Mittlerweile wären laut WWF bereits über 1,5 Planeten nötig, um die Bedürfnisse der Weltbevölkerung zu stillen. Bis 2050 müssten es gar zwei Planeten sein. Hauptgründe für die steigende Ressourcennachfrage seien das Bevölkerungswachstum und der steigende Pro-Kopf-Verbrauch. Den größten ökologischen Fußabdruck hat Katar, gefolgt von Kuwait und den Arabischen Emiraten. Würden alle so leben wie die Katarer, wären 6,6 Planeten nötig. Auf Platz vier liegt Dänemark, auf Platz fünf die USA mit einem Jahresverbrauch von vier Planeten. Am Ende der Rangliste liegen Afghanistan, Osttimor und Palästina mit 0,3 und weniger Planeten.

Der WWF verweist darauf, dass jeder zu einem kleineren ökologischen Fußabdruck beitragen könne – etwa indem er weniger Fleisch konsumiere, weniger fliege oder effiziente elektronische Geräte kaufe.