Fukushima: Suche nach weiteren Lecks

Welt / 22.08.2013 • 21:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Tokio. Nach dem neuen Störfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sucht die Betreiberfirma Tepco nach Lecks im Kühlsystem. Etwa 300 Wassertanks desselben Typs würden überprüft, sagte ein Sprecher des Konzerns am Donnerstag, nachdem aus einem Behälter rund 300 Tonnen verseuchtes Wasser ausgetreten sein sollen. „Wir haben das Wasser aus dem betroffenen Tank gepumpt und den verseuchten Boden weiter abgetragen“, berichtete der Sprecher. Für den Betreiber ist es der gravierendste Störfall, seitdem die havarierte Atomanlage Ende 2011 offiziell unter Kontrolle gebracht wurde. Tepco hatte radioaktive Spuren an Abflussleitungen entdeckt und schließt daher nicht aus, dass ein Teil des verseuchten Wassers ins Meer geflossen sein könnte. Auch wegen fehlender Pegelmesser am betroffenen Tankbehälter wurde das Problem nicht sofort entdeckt.

Es sei „unvermeidbar“, dass ein Teil des verseuchten Wassers den Ozean erreiche, sagte Professor Jota Kanda von der Universität für Meeresforschung und -technologie in Tokio.