Fast jeder fünfte Österreicher tätowiert

Welt / 23.08.2013 • 21:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Linz. Knapp jeder fünfte Österreicher ist tätowiert, bei den Jungen ist es sogar fast jeder Dritte. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS von Mitte Juni bis Anfang Juli bei mehr als 1000 für die Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren statistisch repräsentativen Personen. Insgesamt 19 Prozent gaben bei der Umfrage an, sie seien tätowiert. Darunter sind sechs Prozent, die sogar mehrere Bilder auf der Haut tragen.

Vor allem Personen unter 50, Menschen mit einfacherer Bildung und aus dem ländlichen Raum neigen zu diesem Körperschmuck. So berichteten 29 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und auch noch 26 Prozent der 30- bis 49-Jährigen davon, dass sie eine Hautverzierung tragen. Als Motiv wird vor allem die Möglichkeit genannt, seine Persönlichkeit auszudrücken sowie eine spezielle Kunstform zu praktizieren. 77 Prozent aller Befragten haben den Eindruck, dass es heute mehr Tätowierungen als früher gibt.

Kein Aufreger mehr

Aufreger scheint der Körperkult nicht mehr zu sein, denn für 72 Prozent ist er „Privatsache“, die niemanden etwas angeht. Menschen ohne Tätowierung finden allerdings Fremde mit Körperverzierung zu 20 Prozent unsympathisch und nur zu zwei Prozent sympathisch. Umgekehrt schätzen tätowierte Personen ebensolche zu 21 Prozent als sympathisch und nur zu zwei Prozent als unsympathisch ein.