Großvater hat Enkel zum Mord angestiftet

Welt / 26.08.2013 • 21:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ried. Mit den Worten „Die Oma muss weg“ soll ein Großvater seinen Enkel zum Mord an dessen Großmutter angestiftet haben. Nun stehen beide Männer in Oberösterreich vor Gericht. Der damals 18-Jährige soll die 68-Jährige mit einer Axt und einer Hacke attackiert sowie mit einem Messer auf sie eingestochen haben. Gestern startete der Mordprozess am Landesgericht Ried im Innkreis. Der Enkel hat die Bluttat, die sich im Oktober 2012 in Taufkirchen abspielte, gestanden.

Das Abhängigkeitsverhältnis zu seinem Großvater sei Motiv für die Tat gewesen. Insgesamt dreimal habe der 72-Jährige dazu gedrängt, die Großmutter umzubringen. „Es war mir nicht möglich, Nein zu sagen. Ich hab‘ befürchtet, dass er mir was antut“, sagte der Enkel. Seine Großmutter habe er eigentlich immer gern gehabt. Der Großvater hat alle Vorwürfe abgestritten.

Laut Anklage soll der Rentner einen Raubmord als Inszenierung vorgeschlagen und seinem Enkel dafür auch eine passende Anleitung gegeben haben. Der Großvater habe sich mit dem Mord aus einer von seinen Seitensprüngen geprägten Ehe befreien wollen. Beiden Männern, die bislang unbescholten waren, drohen bis zu 20 Jahre oder lebenslange Haft. 51 Zeugen und zwei Sachverständigen sollen befragt werden. Ein Urteil wird am 6. September erwartet.