Erster Schnee sorgt für Stromausfälle und Chaos

Welt / 11.10.2013 • 21:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Schritttempo war auf den schneeglatten Fahrbahnen angesagt.
Schritttempo war auf den schneeglatten Fahrbahnen angesagt.

Wintereinbruch ­legte Bahnverkehr in ­Tirol komplett lahm. ­Zeitweise 30.000 Haushalte ohne Strom.

Innsbruck. Umgestürzte Bäume auf Straßen und Stromleitungen, schneebedeckte Fahrbahnen und Gehwege: Ein für die Jahreszeit ungewöhnlich starker Wintereinbruch in der Nacht auf Freitag hat im Westen Österreichs massive Behinderungen verursacht.

Verkehrschaos

In Tirol hat der Schnee für ein massives Verkehrschaos gesorgt. Der Bahnverkehr war in den Morgenstunden durch umgestürzte Bäume und Fahrleitungsunterbrechungen komplett lahmgelegt. Sowohl die Westbahnstrecke als auch die Verbindungen Scharnitz–Innsbruck und Innsbruck–Brenner waren unterbrochen. Im Laufe des Vormittags normalisierte sich aber die Situation. Ab zehn Uhr war die Westbahnstrecke wieder befahrbar. Die Brennerstrecke zwischen Innsbruck und Matrei wurde am frühen Nachmittag eingleisig für den Personenverkehr freigegeben.

Auch auf den Straßen prägten hängen gebliebene Fahrzeuge und umgestürzte Bäume das Bild. In der Früh waren an die 30.000 Haushalte ohne Strom.

Das recht heftige, erste kurze Winter-Gastspiel hat auch in Salzburg zu zahlreichen Behinderungen geführt. Die Schnee-
last brachte immer wieder Äste und Bäume zum Knicken oder zerstörte Stromleitungen, mehrere Straßen- und Bahnverbindungen wurden unterbrochen. In manchen Tälern wurden bis zu 20 Zentimeter Neuschnee registriert, am Sonnblick fiel nahezu ein halber Meter Schnee.

Von den Schneefällen waren auch die Schweiz – in
Graubünden und dem Glarnerland fielen gebietsweise bis zu 80 Zentimeter Schnee – und Bayern betroffen. Dort erwischte es Garmisch-Partenkirchen am schlimmsten. Es kam zu zahlreichen Unfällen, alle Schulen im Landkreis blieben geschlossen. Die Behörde forderte alle Einwohner auf, zu Hause zu bleiben.

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