Erneut Baustopp für Belo Monte in Brasilien

Welt / 28.10.2013 • 23:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Brasilia. In Brasilien sind die Bauarbeiten für das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt im Amazonas-Gebiet erneut per Gerichtsbeschluss gestoppt worden. Als Grund für die einstweilige Verfügung gab Richter Antonio Souza Prudente am Montag an, Umweltauflagen für das Kraftwerk Belo Monte seien nicht erfüllt worden. Deswegen sei mit sofortiger Wirkung eine zuvor erteilte umweltrechtliche Genehmigung suspendiert. Auch dürfe die staatliche Entwicklungsbank BNDES bis auf Weiteres keine Mittel für Belo Monte freigeben. Der Richter folgte mit der Entscheidung einer Klage der Staatsanwaltschaft. In der am Montag mitgeteilten Entscheidung vom vergangenen Freitag ordnete das Gericht im Falle der Zuwiderhandlung eine Strafe von 160.000 Euro pro Tag an. Die Verfügung hat Gültigkeit bis zur Überprüfung der nächsten Instanz. Damit muss das Bau- und Betreiber-Konsortium Norte Energia S.A. die Arbeiten am Xingu-Fluss im Amazonas-Gebiet im Bundesstaat Pará erneut auf Eis legen. Auch 2011 und im August 2012 waren gerichtliche Baustopps ergangen.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich schätzungsweise auf rund 9,6 Milliarden Euro. Mehr als 500 Quadratkilometer Land sollen überflutet werden. Belo Monte wäre mit einer Kapazität von 11.233 Megawatt das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt.

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