Kampf gegen illegale Giftmüll-Entsorgung

Welt / 04.12.2013 • 22:47 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Rom. Italien sagt der illegalen Giftmüll-Entsorgung den Kampf an. Die Regierung in Rom hat ein Dekret verabschiedet, das bis zu sechs Jahren Haft für die Verbrennung von Giftmüll vorsieht. Wer normalen Müll verbrennt, muss mit Haftstrafen bis zu fünf Jahren rechnen. Fahrzeuge, die zur illegalen Müll­entsorgung genutzt werden, können konfisziert werden. Ein Beispiel für die Misere: Ganze Berge von Müll werden im nördlichen Teil von Neapel und in der angrenzenden Provinz Caserta angezündet und produzieren starke ­Dioxinbelastungen. Wegen der nachts lodernden Flammen hat sich der Begriff „Land der Feuer“ für die Region durchgesetzt: ein dicht besiedelter Landstrich, der zum Schauplatz eines gigantischen Umweltverbrechens geworden ist. Allein in den vergangenen eineinhalb Jahren hat die Präfektur von ­Caserta mehr als 6500 Müllfeuer registriert.