Rettung aus dem Packeis ist vorerst gescheitert

Welt / 27.12.2013 • 21:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bergung von festgefrorenem Forschungsschiff ist ins Stocken geraten.

Sydney. Der Rettungsein­satz für ein seit dem Heiligen Abend in der Antarktis feststeckendes russisches Forschungs- und Passagierschiff hat einen Rückschlag erlitten: Ein chinesischer Eisbrecher, der am Freitag zur „MV Akademik Schokalskiy“ aufgebrochen war, konnte wegen des Packeises seine Fahrt nicht fortsetzen, wie die australische Schifffahrtsbehörde AMSA am Samstag (Ortszeit) mitteilte.

Aus Sicherheitsgründen sei der Rettungsversuch abgebrochen worden. Der chinesische Eisbrecher sei bis auf sechseinhalb Seemeilen an das Forschungsschiff herangekommen, habe dann aber wegen des dichten Eises nicht weiterfahren können, sagte eine AMSA-Sprecherin. Die AMSA koordiniert die Bergungsversuche. „Wir werden nach anderen Möglichkeiten suchen“, fügte sie hinzu. Neben dem chinesischen Eisbrecher hatten sich das französische Schiff „L’Astrolable“ und die australische „Aurora Australis“ auf den Weg gemacht.

Die „MV Akademik Schokalskiy“ steckt seit Dienstag rund 185 Kilometer von dem französischen Antarktis-Stützpunkt D’Urville entfernt im Packeis fest. An Bord sind 74 Personen, darunter auch Touristen, die der Route des Antarktisforschers Douglas Mawson folgen.