Trockenheit macht Kalifornien zu schaffen

Welt / 24.01.2014 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

San Francisco. Nach einem ungewöhnlich trockenen Jahr 2013 macht sich Kalifornien auf eine der schlimmsten Dürrezeiten gefasst. Vergangene Woche rief Gouverneur Jerry Brown den Notstand aus. Ein Warnsignal für Behörden, Landwirte, Industrie und Anrainer, dass die Wasservorräte knapp werden.

Nach einem der trockensten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 100 Jahren ist die bedrohliche Dürre überall sichtbar. Die üblichen Winterregenfälle sind bis jetzt ausgeblieben. Ski-Resorts im Wintersportgebiet um den Lake Tahoe in der Sierra Nevada sitzen auf dem Trockenen. Die Pisten sind braun, sagt Manager Lincoln Kauffman. Aber es steht viel mehr auf dem Spiel als nur entgangener Winterspaß. „Eine dicke Schneedecke sorgt mit der Schmelze für das nötige Wasser im Sommer“, sagt Kauffman. „Die Wasserreservoire sind jetzt schon fast leer, da muss bald rationiert werden.“

Für viele Bauern geht es um die Existenz, falls der Regen auch in den nächsten Monaten ausbleibt. Vor allem in der besonders trockenen Inlandsregion Central Valley könnten riesige Felder brachliegen, wenn die Bewässerung versiegt. Die möglichen Verluste der Landwirte könnten in die Milliarden gehen.

Der Gouverneur rief Bürger und Kommunen dazu auf, den Wasserverbrauch frei­willig zu drosseln.