Mikrochips gegen Nashorn-Wilderei

Welt / 02.03.2014 • 22:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Mikrochips sollen in die Hörner der Tier eingepflanzt werden. RTS
Die Mikrochips sollen in die Hörner der Tier eingepflanzt werden. RTS

Nairobi. Um Kenias bedrohte Nashorn-Population zu retten, gehen Umweltschützer neue Wege. Möglichst jedes Tier soll zum Schutz vor Wilderern mit Mikrochips gekennzeichnet werden. Diese werden in die Hörner der Dickhäuter eingepflanzt. Insgesamt mehr als 1000 Tiere sollen so ausgestattet werden, kündigte der WWF Österreich am Sonntag an. Im Masai Mara Naturschutzgebiet und dem Lake Nakuru Nationalpark wurden nun die ersten Tiere behandelt. Kenia gehört damit zu den Pionieren im Einsatz von modernsten Technologien. Sollte ein Tier getötet werden, ließe sich die Spur des Horns über den Mikrochip verfolgen und die Täter könnten einfacher überführt werden.

„Die stark gestiegenen Preise für Horn und Elfenbein haben eine Wilderei-Krise auf Elefanten und Nashörner in Afrikas Savannen ausgelöst“, sagte Volker Homes, Leiter für Artenschutz des WWF. Horn gilt in manchen Ländern als vermeintliches Allheilmittel oder Statussymbol.