Keine Souvenirstände mehr vor Monumenten

Welt / 01.06.2014 • 22:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Rom. Die Regierung in Rom hat auf Druck von Kulturminister Dario Franceschini ein Dekret erlassen, mit dem man für mehr Ordnung rund um die Denkmäler und Wahrzeichen sorgen will. Laut dem Dekret können Bürgermeister Souvenirständen, Straßenhändlern und Kiosken, die unweit von Denkmälern und Monumenten ihre Waren anbieten, die Lizenz entziehen. In den Vorjahren ist es immer wieder zu Polemik wegen des Handels rund um Monumente wie das Kolosseum in Rom, die Uffizien in Florenz und die Markusbasilika in Venedig gekommen.

Vor Monaten startete die Stadt Rom eine Kampagne für mehr Ordnung rund um das Kolosseum. Die Stadt verbot Auftritte von als Gladiatoren verkleideten Männern, die sich mit Touristen gegen Geld fotografieren ließen. Auch die Souvenirstände sollten rund um Roms Wahrzeichen verbannt werden – was allerdings nicht ganz gelungen ist. „Im Umfeld der Altstadt von Rom, wo der Zustrom von Touristen, Besuchern und Bürgern besonders groß ist, gibt es Vorkommnisse, die im Widerspruch zu den elementarsten Anstandsregeln stehen“, hieß es in einer Verlautbarung von Bürgermeister Ignazio Marino. Das Dekret des Kulturministers soll in das Maßnahmenpaket zur Förderung der Kultur eingebaut werden, das noch vom italienischen Parlament verabschiedet werden muss.

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