Unglücksfähre Sewol: Prozess hat begonnen

Welt / 10.06.2014 • 22:34 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Seoul. Im ersten Prozess um den Tod von etwa 300 Menschen beim Untergang der südkoreanischen Fähre Sewol müssen sich der Kapitän und 14 weitere Crewmitglieder vor Gericht verantworten. Der Kapitän und drei andere Besatzungsmitglieder sind wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt. Der Prozess begann am Dienstag vor dem Bezirksgericht in der südwestlichen Stadt Kwangju. Die Ermittler werfen dem Schiffsführer, zwei Offizieren und dem leitenden Ingenieur vor, nichts für die Rettung der Passagiere getan zu haben. Im Falle einer Verurteilung wegen Mordes droht ihnen die Todesstrafe. Gegen die elf anderen leitenden Besatzungsmitglieder hatte die Staatsanwaltschaft Anklage unter anderem wegen Fahrlässigkeit erhoben. Bei der Katastrophe am 16. April vor der Südwestküste des Landes kamen mindestens 292 der 476 Menschen an Bord ums Leben.

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